Sparkurs

Hamburg schreibt Stromlieferung europaweit aus

Gefragt sind 300 Millionen Kilowattstunden für mehr als 3000 Abnahmestellen - und das "möglichst günstig" und "möglichst umweltfreundlich".

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg hat gestern beschlossen, die gesamte Strommenge, die von den öffentlichen Einrichtungen der Stadt benötigt wird, auszuschreiben - und zwar europaweit. Die Umweltbehörde wird die Ausschreibung vorbereiten, wie selbige mitteilte. "Wir wollen den liberalisierten Strommarkt nutzen, um das beste Angebot für eine günstige und umweltfreundliche Stromlieferung zu bekommen", sagte Umweltsenator Alexander Porschke.

Der Stromversorger, der den Zuschlag erhalten wird, kann sich die Hände reiben: Für mehr als 3000 Abnahmestellen werden rund 300 Millionen Kilowattstunden benötigt. Schon im kommenden Jahr soll mit der Lieferung begonnen werden. Ob - und wenn ja: wie viel - Ökostrom letztlich dabei ist, wird noch entschieden.

Die Ausschreibung soll sich an den energiepolitischen Zielsetzungen des Senats orientieren. Einerseits werden die Anbieter aufgefordert, die Lieferung von Strom ohne Anforderung an die Art der Energieerzeugung anzubieten. Andererseits soll ein Alternativangebot eingereicht werden - und zwar "mit einem überzeugenden Konzept" für möglichst umweltfreundlich erzeugten Strom zu einem möglichst günstigem Preis.

Die öffentlichen Dienststellen bezogen im vergangenen Jahr rund 273 Millionen Kilowattstunden elektrische Energie und zahlten dafür etwa 42 Millionen Mark.

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