Gutachten über die Verbändevereinbarung Gas: Weiterhin Verbesserungsbedarf gegeben

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Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) haben das Energiewirtschaftliches Institut an der Universität Köln (EWI) und das Büro für Energiewirtschaft und Technische Planung GmbH (BET) das Gutachten "Analyse und wettbewerbliche Bewertung der Verbändevereinbarung Gas zum Netzzugang" fertiggestellt.


Die Gutachter kommen zu dem Ergebnis, dass die Verbändevereinbarung vom 4. Juli 2000 in erster Linie auf die Belieferung von größeren Einzelkunden zugeschnitten ist. Damit auch der wichtige Kreis der Privathaushalte und Mittelständler an den Vorteilen des Wettbewerbs auf dem Gasmarkt partizipieren kann, werden - so die Gutachter - vor allem Lastprofile und ein einfacheres, transaktionsungebundenes Netzzugangsregime benötigt. Darüber hinaus sprechen sich die Gutachter auch für einen erleichterten Speicherzugang, für eine tageweise Bilanzierung, für mehr Transparenz bei den Netzzugangsbedingungen sowie für ein diskriminierungsfreies Engpass- und Qualitätsmanagement aus.


Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos): "Auf dem Gasmarkt fehlen leider immer noch überzeugende Anzeichen für eine wettbewerbliche Dynamik. Dies muss sich ändern. Mein Ziel ist es, dass der Wettbewerb um den Gaskunden genau so gut in Gang kommt wie der Wettbewerb um den Stromkunden. Hohe Erwartungen stelle ich deswegen an die seit Herbst laufenden Arbeiten zur Verbändevereinbarung Gas II. Vor allem muss hier das schwerfällige und mit hohen Transaktionskosten verbundene Netzzugangsmodell überdacht werden. Das jetzt vorgelegte Gutachten enthält darüber hinaus zahlreiche weitere Vorschläge, in welche Richtung eine den Wettbewerb fördernde Verbändevereinbarung Gas II weiter entwickelt werden könnte. Ich empfehle das Gutachten daher allen Beteiligten zur Lektüre."

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