Klimaschutz

Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats: Förderung erneuerbarer Energien zu teuer

Der Wissenschaftliche Beirat des Wirtschaftsministeriums hat in einem Gutachten zur Förderung erneuerbarer Energien das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als "volkswirtschaftlich teures Intstrument" bezeichnet. Bei funktionierendem Emissionshandel würde es überflüssig.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit hat ins seinem neuesten Gutachten "Zur Förderung erneuerbarer Energien" die Frage untersucht, in welchem Verhältnis die Förderung erneuerbarer Energien durch das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) zum künftigen System des Kohlendioxid-Emissionshandels steht. Ergebnis: Das EEG ist ein volkswirtschaftlich teures Instrument, das bei funktionierendem Emissionshandel keine zusätzlichen Emissionsreduktionen erwarten lässt.

Hinsichtlich des Emissionshandels warnt der Wissenschaftliche Beirat vor "Schein"-Einsparungen von Kohlendioxid-Emissionen, die lediglich auf Produktionsverlagerungen ins Ausland zurückzuführen wären. Bei einer Klimapolitik im Alleingang sei mit wachstumshemmenden und wettbewerbsverzerrenden Effekten zu rechnen.

"Eine wirkungsvolle und effiziente Klimaschutzpolitik hat für das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit hohe Priorität. Bei der notwendigen Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen müssen alle geeigneten Ansätze zur Problemlösung vorurteilsfrei analysiert und bewertet werden", heißt es als Reaktion aus dem Wirtschaftsministerium. Es wäre allerdings wünschenswert gewesen, dass der Beirat bei seiner Kritik am EEG die Aspekte der Ressourcenschonung und der Sicherheit der Energieversorgung durch Diversifikation der Energiequellen berücksichtigt hätte.

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