Günstiger Strom für Thüringer Landwirte

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com
Thüringer Landwirte können ab dem 1. Oktober beim Strombezug deutlich sparen. Grundlage dafür ist ein Rahmenvertrag über die Stromlieferung für die Mitglieder des Thüringer Bauernverbandes e.V. (TBV), der am Freitag von TBV-Präsident Dr. Klaus Kliem und TEAG-Vorstand Werner Mey in Erfurt unterzeichnet wurde. Inhalt dieser im Freistaat erstmals ausgehandelten Vereinbarung mit einem Berufsverband sind verschiedene, auf die spezifischen Verhältnisse der Agrarwirtschaft zugeschnittene Preisangebote der TEAG Thüringer Energie AG. "Für alle Betriebe zusammen ergibt sich künftig eine jährliche Einsparung von mehr als sechs Millionen Mark, die unsere Landwirte damit für andere Aufwendungen und Investitionen zur Verfügung haben", erklärte TBV-Präsident Kliem bei der Unterzeichnung. Er riet zugleich Verbandsmitgliedern in den Randregionen des Freistaates, die von anderen Stromanbietern versorgt werden, "Kostenvergleiche anzustellen und mit der TEAG in Verhandlungen zu treten."


TEAG-Vorstand Mey bezeichnete den Rahmenvertrag als "weiteren gezielten Schritt unseres Unternehmens, unsere Wettbewerbsposition mit maßgeschneiderten Preismodellen und attraktiven Dienstleistungen für alle Kunden auszubauen." Nicht nur Großunternehmen sollten vom liberalisierten Markt frühestmöglich profitieren können, sondern auch mittelständische, kleine und Kleinstbetriebe. "In diesem Zusammenhang freut es uns ganz besonders, dass sich die traditionell heimatverbundenen Thüringer Bauern für die Partnerschaft mit der TEAG als regionalem Energiedienstleister entschieden haben", sagte Mey. Dies sei ein gutes Signal für Thüringen, dem sich weitere Verbände in naher Zukunft anschließen werden.


Der Thüringer Bauernverband repräsentiert etwa 1100 Landwirtschaftsbetriebe, die 75 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche im Freistaat sowie 80 Prozent der hiesigen Tierbestände bewirtschaften. Die Betriebe beziehen von Thüringens größtem Energiedienstleister pro Jahr ca. 200 Millionen Kilowattstunden Strom, was in etwa dem Verbrauch aller Haushalte einer Großstadt wie Erfurt entspricht. Dabei sind derzeit rund 60 Prozent der Stromlieferungen bereits in Sonderverträgen gebunden.


Die TEAG Thüringer Energie AG, die nach Preisvergleichen unabhängiger Institute seit Jahresbeginn der günstigste Industriestromanbieter der neuen Länder ist, hatte erst in der vergangenen Woche auch ihren mehr als 550.000 Haushalts- und Gewerbekunden neue Preismodelle angeboten, die Kosteneinsparungen bis zu 25 Prozent ermöglichen. Damit profitieren alle Kundengruppen des Unternehmens von der Verbilligung des Stroms infolge des verschärften Wettbewerbs.

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