Baustart absehbar

GuD-Kraftwerk in Hamm-Uentrop auf gutem Weg

Der Bau eines neuen Gas- und Dampfkraftwerks in Hamm-Uentrop kommt in Schwung: Geht es nach der Trianel Power Projektentwicklung GmbH, soll im Herbst des kommenden Jahres mit der Errichtung der beiden 400 Megawatt-Blöcke begonnen werden. Kostenpunkt: 400 Millionen Euro.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Hamm (ddp-nrw/red) - Die Vorbereitungen für den Bau eines neuen Gas- und Dampfkraftwerkes in Hamm-Uentrop kommen in Schwung: Im Herbst kommenden Jahres könnte mit dem Bau des 800 Megawatt-Kraftwerkes begonnen werden, teilte die Trianel Power Projektentwicklung GmbH (TPPE) am Mittwoch mit. An der TPPE sind bislang sieben Stadtwerke und Stadtwerkekooperationen beteiligt.

Allerdings seien vor etwaigem Baubeginn noch Genehmigungen und eine abschließende Entscheidung der Gesellschafter erforderlich. Für September 2007 sei der Start der Stromproduktion in diesem Werk geplant, hieß es weiter. Für die Stadtwerke eröffnet sich mit der Beteiligung an dem Projekt die Option, einen Teil ihres Versorgungsbedarfs langfristig kostengünstig abzusichern und so eine höhere Unabhängigkeit vom Großhandelsmarkt zu erlangen.

Die Kosten für die beiden 400 Megawatt-Blöcke und aller Nebengebäude belaufen sich den Angaben zufolge auf rund 400 Millionen Euro. Die Stromerzeugung des Kraftwerkes soll etwa 4,8 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr betragen - dies entspricht bei einer Netto-Stromerzeugung von 544,8 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2002 einem Anteil von 0,88 Prozent an der gesamten deutschen Erzeugungsmenge. Der Erdgaseinsatz für die Anlage wird etwa 8,3 Milliarden Kilowattstunden im Jahr betragen.

"Für die Region Hamm hat dieses Projekt auch aufgrund der Schaffung neuer Arbeitsplätze eine große Bedeutung. Für den Betrieb der Anlage werden rund 50 hoch qualifizierte Mitarbeiter verantwortlich sein. Wir gehen außerdem davon aus, dass während der zweijährigen Bauphase weitere Arbeitsplätze durch die Einbindung lokaler Lieferanten und Dienstleister entstehen werden", so Dr. Ioannis Karanatsios, Geschäftsführer der TPPE.

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