Umweltfreundliche Wärme

Grundschule in Engelskirchen stellt auf Holzpellet-Heizung um

Das Energiebüro Schaumburg und die Energieagentur NRW bewerteten verschiedene Sanierungsvarianten für die 34 Jahre alte Heizung der Grundschule, vor allem der wirtschaftliche Aspekt sprachen dabei für eine Holzpelletheizung. Das Land NRW bezuschusste die Anlage mit 40.000 Euro.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Wuppertal/Engelskirchen (red) - Die Gemeinde Engelskirchen hat mit der offiziellen Inbetriebnahme einer neuen Heizungsanlage die Wärmeversorgung der Grundschule nun langfristig auf ökologische Weise gesichert. Installiert wurde eine Pelletheizung mit 150 Kilowatt Wärmeleistung sowie ein Erdgaskessel mit 280 Kilowatt. Die Heizungsanlagen seien auf einem hohen technisch Niveau und bieten einen komfortablen Betrieb.

Nach einer eingehenden Bewertung verschiedener Sanierungsvarianten durch das Energiebüro Schaumburg, Marienheide - fachlich begleitet durch die Energieagentur NRW - sprachen vor allem auch wirtschaftliche Aspekte für den Einsatz von Holzpellets. "Nicht zuletzt durch einen Zuschuss in Höhe von fast 40.000 Euro durch die Holzabsatzförderrichtlinie des Landes NRW sprachen letztendlich alle Argumente für die Pelletheizung", so Wolfgang Oberbüscher, Bürgermeister der Gemeinde Engelskirchen. Die alte Gasheizung war bereits 34 Jahre alt und dringend sanierungsbedürftig. "Die Auswertung der Erdgasverbräuche zeigte eine deutliche Überdimensionierung der alten Anlage, so dass die Kesselleistung nun deutlich reduziert wurde", so Diplom-Ingenieur Dietmar Schaumburg. Installiert wurde die Anlage unter Leitung der Firma Haustechnik Breidenbach GmbH.

Die vorhandenen Räumlichkeiten seien für den Einbau einer Pelletheizung nahezu ideal gewesen. So konnte ein ehemaliger Lüftungsraum als Pelletlager eingerichtet werden, aus dem die Holzpellets automatisch zum direkt angrenzenden Heizraum transportiert werden. Der Heizraum bot ausreichend Platz für den Pelletkessel und den Erdgas-Spitzenlastkessel sowie einen Pufferspeicher mit 2.500 Liter. Vom Gesamtwärmebedarf in Höhe von 550.000 Kilowattstunden werden damit voraussichtlich mehr als 90 Prozent durch Holzpellets bereitgestellt. "Vor dem Hintergrund der in den letzten Monaten deutlich gestiegenen Erdgaspreise zeigt sich, dass die Entscheidung in Engelskirchen für Holzenergie absolut richtig war", so Dipl.-Ing. Steffen Hofmann von der Energieagentur NRW.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Energieeffizienz

    Regeln und Förderung bei energetischen Sanierungen

    Energieeffizienzlabel wird es ab September auch für Heizungen geben. Überhaupt hat sich bei der energetischen Sanierung 2015 viel getan - auch was die Fördermöglichkeiten angeht. Hier gibt es die Änderungen in der Übersicht.

  • Energieversorung

    Holzpellets sind um Längen günstiger als Öl oder Gas

    Wer eine Pelletheizung hat, kann sich freuen: Auch zu Beginn der Heizperiode müssen Verbraucher nicht mit einer Preiserhöhung rechen, denn im Verlgeich zu anderen fossilen Brennstoffen bleiben die Preise bei den Pellets stabil. So sind Holzpellets im Vergleich zum Heizöl ganze 44 Prozent günstiger.

  • Hochspannungsmasten

    Heizung: Erneuerung mit Augenmaß spart Kosten

    Der Bund der Energieverbraucher informiert: Jedes Jahr Kesselverjüngung spart ein Prozent Heizkosten. Nach Wartung und Einstellung durch einen Fachbetrieb erfüllen selbst alte Heizungen die geforderten Abgasverlustwerte von maximal elf Prozent. Das kann aber noch weit weg sein von einer sparsamen Heizung.

  • Stromtarife

    Heizung unterm Dach wird immer interessanter

    Bei Holzpellets, Kohle oder Öl ist die Aufstellung des Wärmeerzeugers im Keller durch die Brennstofflagerung vorgegeben. Bei Erdgas ist es dagegen durch die entfallende Lagerung möglich, das Gerät für Heizung und Warmwasser unterm Dach aufzustellen. Damit sind eine Reihe von technischen und wirtschaftlichen Vorteilen verbunden.

  • Energieversorung

    Konsens zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung

    Gestern haben Energiewirtschaft und Bundesregierung die Vereinbarung zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung unterzeichnet. Wir veröffentlichen das Schriftstück in der Originalversion.

Top