Sauber!

Grünes Licht für Kufsteiner Biomasseheizkraftwerk

Die Stadtwerke Kufstein und die TIWAG wollen schon im kommenden Frühjahr ein Biomasseheizkraftwerk bauen. Ab 2003 sollen dann die Fernwärmekunden nicht wie bisher aus Erdgas sondern aus Biomasse versorgt werden.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Die Generalversammlung der Stadtwerke Kufstein hat jetzt grundsätzlich grünes Licht für die Errichtung eines Biomasseheizkraftwerkes gegeben. Bereits im Frühjahr 2002 wollen die Stadtwerke Kufstein und die TIWAG mit dem Bau der Anlage auf einem etwa 10 000 Quadratmeter großen Areal östlich des bestehenden Fernheizkraftwerkes starten.

Sofern die behördlichen Verfahren planmäßig laufen, würden die Fernwärmekunden in Kufstein bereits ab Beginn des Jahres 2003 nicht wie bisher aus Erdgas, sondern aus heimischer Biomasse erzeugte "Stadtwärme" erhalten. Das bestehende Fernheizwerk in Endach wird dann nur mehr zu Spitzenlastabdeckungen und als Ausfallreserve in Betrieb genommen. Darüber hinaus ist vorgesehen, dass neben der Abgabe von "Biowärme" auch wertvoller "Ökostrom" erzeugt wird. Die Stadtwerke Kufstein hätten mit diesem Projekt die Vorgabe des neuen österreichischen Energiegesetzes auf Einspeisung von vier Prozent Ökostrom erfüllt. Durch die Kohlendioxid-Einsparung von 48 000 Tonnen pro Jahr kann außerdem ein wesentlicher Beitrag zur Verminderung des Treibhauseffektes geleistet werden.

Derzeit noch ungeklärt ist, in welcher gesellschaftlichen Konstellation das neue Biomasseheizkraftwerk zwischen Stadtwerke Kufstein und TIWAG betrieben werden soll. Zwei Varianten stehen derzeit zur Diskussion: Entweder es wird eine Gesellschaft z.B. "Stadtwärme Kufstein" gegründet, in der die beiden Partner zu je 50 Prozent als Gesellschafter beteiligt sind. Oder die TIWAG errichtet das Kraftwerk und die Stadtwerke Kufstein kaufen um einen vereinbarten Preis die Wärme zu. Die Wartung und Instandhaltung wird in beiden Fällen von den Stadtwerken Kufstein durchgeführt. Welches Modell letztendlich zum Zuge kommt, hängt von weiteren Verhandlungen die Anfang Januar geführt werden, ab.

Top