Grünen-Sprecherin Hustedt: Bestand älterer KWK unbedingt sichern

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com
Anlässlich der morgigen Gespräche zwischen rot-grüner Koalition und Stromkonzernen über die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) hat sich Michaele Hustedt, energiepolitische Sprecherin der Bündnisgrünen, dafür ausgesprochen, den Bestand älterer KWK-Anlagen zu sichern. Vor dem Hintergrund, die Kohlendioxid-Belastung zu senken, habe sich die Bundesregierung für eine KWK-Quote ausgesprochen. Allerdings habe Bundeskanzler Gerhard Schröder den Stromkonzernen angeboten, an Stelle einer Quote "ernsthaft" nach Alternativen zu suchen, sofern diese gleiches Ziel erreichten.



Die Vorschläge der Stromkonzerne würden sich auch daran messen lassen müssen, ob sie einen ausreichenden Schutz für ökologisch wertvolle Altanlagen bieten, so Hustedt. Ohne Ausbaugesetz seien zwei Drittel aller umweltfreundlichen Anlagen in KWK gefährdet. Dies bestätigten sowohl Umfragen bei den Betreibern als auch alle wissenschaftlichen Studien im Auftrag des Wirtschafts- als auch des Umweltministeriums. Das Vorschaltgesetz sei nur eine Übergangslösung für kommunale Anlagen - schließlich läuft das Gesetz in drei Jahren aus -, zudem sei es umweltpolitisch "äußerst unzulänglich" und schließe überdies industrielle Anlagen nicht ein.



Viele der Anlagenbetreiber würden auf das versprochene Ausbaugesetz warten, erinnerte Hustedt. Wenn sie keine Unterstützung erhielten, würden ihre Anlagen vom Netz gehen. "Es drohen "stranded investment" bei modernsten Technologien", warnt die energiepolitische Sprecherin der Grünen. Und: "Dadurch würde es zu einem weiteren Anstieg der Kohlendioxid-Emissionen um rund zehn Mio. Tonnen kommen. Trotz aller Anstrengungen wäre das Erreichen des Klimaschutzziels bis 2005 dann unmöglich".

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