Vorgänge aufklären

Grüne wollen Sonderkommission zur Asse

Im Fall Asse hat der Grünen-Fraktionschef im niedersächsischen Landtag, Stefan Wenzel, eine Sonderkommission aus Abgeordneten von Bundestag und Landtag gefordert. Das Gremium solle die Vorgänge um das Versuchsendlager Asse II aufklären, sagte Wenzel der "Braunschweiger Zeitung".

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Hannover (ddp/sm) - In der Asse lagern in mehreren Hundert Metern Tiefe rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Atommüll. Die Einlagerung von Atommüll wurde 1978 gestoppt.

"Der Bund darf sich nicht länger aus der Verantwortung stehlen", betonte Wenzel. Asse sei keine rein niedersächsische Angelegenheit. Die Schachtanlage sei im Besitz des Bundes, der Großteil der Abfälle komme aus Baden-Württemberg. Nur der Bund könne die Finanzierung milliardenschwerer Maßnahmen in der Asse sicherstellen. Die zuständigen Landesbehörden hätten die Probleme verharmlost, ignoriert oder geduldet, sagte Wenzel weiter.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromnetz Ausbau

    Trittin: Asse war Pilotprojekt für Gorleben

    Das Atommülllager Asse war nach Aussage des früheren Bundesumweltministers Jürgen Trittin (Grüne) ein "Pilotprojekt" für das geplante Endlager Gorleben. Im Bergwerk Asse sei die Einlagerung von Atommüll in Salz im Hinblick auf den Salzstock Gorleben geprobt worden.

  • Hochspannungsmasten

    SPD besteht nach Wahl auf neue Endlager-Suche

    Die SPD will bei einer erneuten Regierungsbeteiligung im Bund auf einem komplett neuen Suchverfahren für ein Endlager für deutschen Atommüll und einer Abkehr vom Projekt Gorleben bestehen. Dies kündigte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) am Mittwoch in Hannover an.

Top