Nach jüngsten Vorfällen

Grüne sehen noch mehr offene Fragen zur Asse

Der Umweltausschuss im niedersächsischen Landtag hat nach Ansicht der Grünen keinen Beitrag zur Aufklärung der Pannen im maroden Atommülllager Asse leisten können. Vielmehr gebe es noch mehr offene Fragen als vorher, sagte Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel nach der Sitzung des Ausschusses am Montag.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Hannover (ddp/red) - Vieles sei weiter unklar, etwa ob Fässer falsch deklariert worden seien oder ob das Asse-Inventar höhere radioaktive Strahlung enthalte, als von den Behörden angegeben, sagte der Grünen-Politiker. Geladen waren im Umweltausschuss unter anderem Vertreter des Landesamts für Bergbau, des TÜV Nord und des ehemaligen Betreibers Helmholtz Zentrum München.

Wenzel bekräftigte die Forderung der Grünen nach Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses zu den Vorgängen im Lager Asse. Dann könnten unter anderem auch Asse-Mitarbeiter vorgeladen werden, die zu den Vorgängen in dem Bergwerk möglicherweise mehr sagen könnten, als die bislang im Umweltausschuss angehörten Personen, sagte Wenzel.

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