Debatte

Grüne plädieren für unterirdische Hochspannungsleitungen

Das Dilemma ist bekannt: Wer eine dezentrale Stromversorgung will, braucht mehr Leitungen. Um die Menschen vor zusätzlichen Belastungen zu schützen und eine weitere Verschandelung der Umwelt zu verhindern, plädieren die Grünen für unterirdische Leitungen.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Wiesbaden (red) - Medienberichten zufolge planen die hessischen Grünen, Hochspannungsleitungen künftig unterirdisch zu verlegen, um die Landschaft nicht mit neuen Strommasten zu verschandeln. Ein entsprechender Gesetzentwurf der Grünen-Fraktion wurde auch von der SPD sowie der Linksfraktion begrüßt. Führende hessische Grünen-Politier wiesen darauf hin, dass auch das Bundeskabinett solche Lösungen befürworte.

CDU und FDP reagierten ablehnend und erklärten, unterirdische Lösungen seien mit höheren Stromkosten auf Verbraucherseite verbunden. Zudem müsse berücksichtigt werden, dass die Zuständigkeit für solche Vorhaben beim Bund liege. Da in Berlin gerade an einem entsprechenden Gesetz gearbeitet werde, sei eine hessische Extralösung derzeit unnötig.

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