Umsiedlung

Grüne Liga gegen neue Tagebaue in der Lausitz

Die Grüne Liga Brandenburg reagierte mit Ablehnung auf Äußerungen aus der Industriegewerkschaft Bergbau, wonach über den Aufschluss neuer Tagebaue beispielsweise im Süden von Cottbus nachgedacht werde. Dies würde vermutlich die Umsiedlung des Cottbusser Stadtteils Kahren mit 1300 Einwohnern bedeuten.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Cottbus (ddp-lbg/sm) - Die Grüne Liga Brandenburg lehnt den Neuaufschluss von Tagebauen in der Lausitz ab. Dies zerstöre die Landschaft und bedrohe ganze Dörfer, sagte am Dienstag René Schuster, der den Naturschutzverband im Braunkohlenausschuss des Landes Brandenburg vertritt. Er reagierte damit auf Äußerungen aus der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie, wonach langfristig über den Aufschluss neuer Tagebaue beispielsweise im Süden von Cottbus nachgedacht werde.

Dies würde vermutlich die Umsiedlung des Cottbusser Stadtteils Kahren mit 1300 Einwohnern bedeuten, warnte er. Mit einer Postwurfsendung informierte die Grüne Liga deshalb am Dienstag die Bewohner von Kahren über die Äußerungen der Gewerkschaft.

Zugleich wurde eine Wende in der Energiepolitik angemahnt. Der Wechsel zu einem Öko-Stromanbieter sei ein Schritt, den jeder Verbraucher gehen könne, sagte Schuster. Schon heute sicherten erneuerbare Energien etwa 2000 Arbeitsplätze in Südbrandenburg.

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