"Dreckschleuder"

Grüne gegen neues Braunkohlekraftwerk in Sachsen-Anhalt

Die Grünen in Sachsen-Anhalt lehnen die Pläne für ein neues Braunkohlekraftwerk im Süden des Landes ab. "Braunkohle ist und bleibt der klimaschädlichste aller Energieträger", sagte die energiepolitische Sprecherin der Grünen, Dorothea Frederking.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Magdeburg (ddp-lsa/sm) - Auch wenn das Kraftwerk auf dem technisch neuesten Stand wäre, bliebe es eine Dreckschleuder. Wer heute in Braunkohlekraftwerke investiere, setze auf Energiegewinnung von gestern. Das neue Kraftwerk würde ungefähr bis zum Jahr 2060 am Netz bleiben, argumentierte die Grünen-Politikerin. Solange reiche aber die Braunkohle des vorhandenen Tagebaus bei Profen nicht. Deshalb müsste ein neuer Tagebau erschlossen werden, sagte Frederking.

Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) sagte unterdessen der "Mitteldeutschen Zeitung", ein künftiger Eigentümer der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (Mibrag) solle möglichst auch Investor eines neuen Braunkohlekraftwerkes im Süden Sachsen-Anhalts werden.

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