Vor der Wahl offenlegen

Grüne fordern Bekenntnis zum Atomausstieg

Die Grünen im Saarland wollen von Ministerpräsident Peter Müller noch vor der Wahl ein klares Bekenntnis zum Atomausstieg. Ein immer größeres Strahlenmüllproblem sei unvernünftig, sagte der saarländische Grünen-Chef Hubert Ulrich gestern in Saarbrücken.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Saarbrücken (ddp-rps/sm) - Die saarländischen Grünen haben Ministerpräsident Peter Müller (CDU) zu einem klaren Bekenntnis zum Atomausstieg aufgefordert. Erklärtes Ziel führender Politiker aus CDU, CSU und FDP sei es, nach der Wahl der Atomenergie eine "neue Zukunft" zu geben, sagte Grünen-Chef Hubert Ulrich am Montag in Saarbrücken. Müller müsse vor der Wahl offen legen, wie er zum vereinbarten Atomausstieg stehe.

Vor dem Hintergrund von Aussagen führender Unionspolitiker, nach einem Wahlsieg die Restlaufzeiten für Atomkraftwerke zu verlängern, warnte Ulrich davor, damit auch ein "längeres Risiko und ein immer größeres Problem mit dem Strahlenmüll" in Kauf zu nehmen. Dies sei unverantwortlich, da die Atommüll-Entsorgung "weltweit nirgendwo gelöst" sei.

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