Mehr Tempo

Grüne fordern Anreize für mehr Gebäudesanierung

Die Grünen fordern stärkere Anreize zur Ausweitung der energetischen Gebäudesanierung. Angesichts des Klimawandels sei es notwendig, das Tempo der energetischen Sanierung deutlich zu erhöhen, sagte die Grünen-Wirtschaftsexpertin Kerstin Andreae bei der Vorstellung des Abschlussberichts der Partei-Arbeitsgruppe "Handwerk" in Berlin.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Dazu müsse die Herausnahme des Altbaubestands aus dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz geändert werden. Auch seien Änderungen im Mietrecht erforderlich, damit sowohl Mieter als auch Vermieter von einer solchen Sanierung profitieren können.

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete verwies darauf, dass die Handwerksbetriebe bei Energiespar- und Klimaschutzmaßnahmen wie etwa der Wärmedämmung «die Praktiker vor Ort» seien, die aber verlässliche Rahmenbedingungen benötigten. Notwendig seien klare und stabile Regelungen, mit denen man auch planen könne.

Beim Wärmegesetz Altbau mit einbeziehen

Grünen-Chef Reinhard Bütikofer warf der Bundesregierung Halbherzigkeit bei der energetischen Sanierung vor. Es mache keinen Sinn, beim Wärmegesetz den gesamten Altbaubestand auszusparen. Daher reiche es nicht aus, über eine Aufstockung der bisherigen Mittel für die energetischen Altbausanierung diskutiere. Vielmehr müsse man durch eine "gesetzliche Rahmensetzung eine breite Innovations- und Investitionsoffensive in diesem Bereich anstoßen". "Zaghaftigkeit" in dieser Frage sei für die Beschäftigung im Handwerk "sehr negativ".

In dem Papier plädieren die Autoren zudem dafür, die steuerliche Absetzbarkeit handwerklicher Dienstleistungen in Privathaushalten von derzeit 600 Euro auf 1000 Euro anzuheben. Vorgeschlagen wird unter anderem auch die Schaffung einer steuerfreien Gewinnrücklage für kleine und mittlere Unternehmen, die an die Sicherung von Beschäftigung und Schaffung neuer Arbeitsplätze gekoppelt sein soll. Damit sollen die Unternehmen bei schwankender Auftragslage abgesichert werden.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Elektroauto

    Kaufprämie für Elektroautos erntet nicht nur Beifall

    Für E-Autos steht erneut die Kaufprämie zur Diskussion, schließlich steht auch das Ziel der Bundesregierung zu der Verbreitung der Fahrzeuge auf dem Spiel. Die Elektroprämie findet aber nicht nur Befürworter: Kritiker sehen sie vielmehr als zweischneidiges Schwert.

  • Geld

    Gebäudesanierung: Osten zögert bei Zuschüssen

    Für die Dämmung von Gebäuden gibt es Zuschüsse von Staat. Die werden bisher je nach Bundesland unterschiedlich stark genutzt. Besonders im Osten werden die Mittel weniger in Anspruch genommen. Die meisten Fördermittel flossen nach Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

  • Hochspannungsmasten

    Verbraucherzentrale fordert Energieeffizienzprogramm

    Der Verbraucherzentrale Bundesverbrand (vzbv) fordert angesichts hoher Energiepreise von der Bundesregierung ein Förderprogramm für Energie, Klima und Verkehr. Mit den Mitteln ließen sich notwendige Investitionen im privaten und öffentlichen Bereich beschleunigen und der Arbeitmarkt nachhaltig beleben.

  • Stromtarife

    Energieausweis: Recht auf Einsicht, aber nicht auf Kopie

    Seit dem 1. Juli 2008 sind Vermieter älterer Häuser verpflichtet, neuen Mietern einen Energieausweis vorzulegen. Damit erhält der künftige Wohnungsnutzer wertvolle Infos über den energetischen Zustand des Hauses und damit über die Höhe der zu erwartenden Betriebskosten. Bestandsmieter haben jedoch keinen Anspruch auf Einsicht in den Energieausweis.

  • Stromtarife

    BSW und BEE begrüßen Aufstockung von Fördermitteln

    Im Haushaltsausschuss des Bundestages wurde gestern die Aufstockung der Fördermittel für umweltschonende Heizungsanlagen im Rahmen des Marktanreizprogrammes von 180 Millionen Euro auf 214,5 Millionen Euro für 2007 beschlossen. Verbände der regenerativen Energien begrüßten diesen Schritt.

Top