Energiestrategie

Grüne: Brandenburg 2020 vollständig mit Ökostrom versorgen

Die Grünen plädieren für einen kräftigen Ausbau der erneuerbaren Energien in Brandenburg. Auf einem Parteitag am Wochenende verabschiedeten die Delegierten eine Energiestrategie unter dem Motto "Der Grüne Weg". Das Papier sei das Gegenstück zur Energiestrategie 2020 der Landesregierung, sagte Landeschef Axel Vogel.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Brandenburg/Havel (ddp-lbg/sm) - Während die rot-schwarze Koalition weiterhin auf den fossilen Energieträger Braunkohle setze, plädierten die Grünen dafür, bis 2020 mindestens zwei Drittel der Braunkohle-Energie durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Vom Potenzial her könnte das Land bis zum Jahr 2020 seinen Strombedarf vollständig aus erneuerbaren Energien decken. Mit den Ressourcen könnte sogar der Strom-Importbedarf Berlins befriedigt werden.

Möglich wäre das nach Auffassung der Grünen durch die verstärkte Nutzung der Windenergie und den intensiven Ausbau der Solarenergie. Bei der Photovoltaik stehe Brandenburg unverständlicherweise im Vergleich der Länder schlecht da, auch bei der Windenergie gebe es erhebliche Reserven, sagte Vogel. Neubauten sollten künftig nur noch mit Solarzellen auf dem Dach errichtet werden. Das sollte gefördert werden. Stärker unterstützt werden müsse auch die Erforschung von möglichen Speichermedien für Wind- und Solarenergie.

Die Grünen wollen im kommenden Jahr nach Jahren der Abstinenz wieder in den Landtag einziehen. Zuletzt hatten sie mit Ergebnissen um vier Prozent den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde verpasst. Bei den Kommunalwahlen vor zwei Wochen kamen sie landesweit auf 4,6 Prozent. Die Grünen haben in Brandenburg rund 700 Mitglieder.

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