Statistik

Großhandelspreise im Juli auf Rekordhoch

Die Großhandelspreise lagen im Juli 2004 um etwa 3,9 Prozent über dem Stand im Juni 2003 - das war der stärkste Anstieg im Vergleich zum Vorjahr seit Dezember 2000. Bereits in Juni und Mai hatten die Jahresveränderungsraten neue Höchststände erreicht. Preistreibend wirkten insbesondere Erze, Eisen und Stahl.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (red) - Der Index der Großhandelsverkaufspreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes im Juli 2004 um 3,9 Prozent über dem Vorjahresstand. Dies war der stärkste Anstieg gegenüber dem Vorjahr seit Dezember 2000 (plus 4,3 Prozent). Im Juni 2004 und im Mai 2004 hatten die Jahresveränderungsraten plus 3,5 Prozent bzw. plus 3,6 Prozent betragen. Gegenüber Juni 2004 stieg der Großhandelspreisindex um 0,2 Prozent.

Besonders stark zum Vorjahr stiegen im Juli 2004 unter anderem die Preise des Großhandels mit Erzen, Eisen, Stahl, NE-Metallen und Halbzeug (plus 27,4 Prozent), mit Tabakwaren (plus 14,3 Prozent), mit Getreide, Saaten und Futtermitteln (plus 9,2 Prozent) sowie mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen (plus 9,1 Prozent). Dagegen verbilligten sich im Vorjahresvergleich die Güter im Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen und medizinischen Hilfsmitteln sowie mit Büromaschinen.

Gegenüber dem Vormonat lag der Preisanstieg im Großhandel mit Erzen, Eisen, Stahl, NE-Metallen und Halbzeug bei 1,5 Prozent, nachdem die entsprechenden Raten im Mai plus 5,1 Prozent und im Juni plus 3,0 Prozent betragen hatten. Die Preise im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen zogen ebenfalls an (plus 2,0 Prozent). Fallende Preise gegenüber dem Vormonat waren saisonbedingt im Großhandel mit Getreide, Saaten und Futtermitteln mit minus 2,5 Prozent sowie im Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen (minus 3,9 Prozent) zu verzeichnen.

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