18 Megawatt

Größter Windpark in Rheinland-Pfalz eingeweiht

Im rheinland-pfälzischen Waigandshain-Homberg im Westerwaldkreis wurden heute zwölf Windräder in Betrieb genommen. Dies entspreche dem Strombedarf von etwa 12 000 Haushalten. Bezogen auf die Lebensdauer der Anlage könnten mehr als 630 000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Waigandshain-Homberg (ddp-rps/sm) - Mit einer elektrischen Leistung von 18 Megawatt ist am Freitag der größte Windpark in Rheinland-Pfalz offiziell ans Netz gegangen. Ziel der Anlage in Waigandshain-Homberg (Westerwaldkreis) war es, zwölf Windräder an einem Standort zu konzentrieren und damit einer "Verspargelung der Landschaft" durch Einzelanlagen entgegenzuwirken, wie der Vorstand der Koblenzer Elektrizitätswerk und Verkehrs AG (KEVAG), Jürgen Lipa, anlässlich der Inbetriebnahme sagte. Bei guten Windverhältnissen sollen jährlich etwa 40 Millionen Kilowattstunden Energie in das Netz der KEVAG eingespeist werden.

Dies entspreche dem Strombedarf von etwa 12 000 Haushalten, schätzte Lipa. Bezogen auf die Lebensdauer der Anlage könnten mehr als 630 000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Untersuchungen hätte ergeben, dass Waigandshain-Homberg mit einer Höhe von 607 bis 650 Metern über dem Meeresspiegel ein idealer Standort zur Gewinnung von Windenergie sei.

Der Rat der zuständigen Verbandsgemeinde Rennerod (Westerwaldkreis) hatte entschieden, den Windenergie-Park als einzige Fläche für Windkraftanlagen in ihrem Gebiet festzuschreiben. Durch den Einsatz modernster Werkstoffe und Steuerungstechnik könne die Emissionsbelastung für die Bevölkerung durch Geräusche, Schattenwurf und Lichtreflexion gering gehalten werden, betonte Lipa. Durch ökologische Ausgleichsmaßnahmen seien Auswirkungen auf Fauna und Flora kaum noch erkennbar. Insgesamt 25 Millionen Euro wurden nach Angaben der KEVAG in den Windpark investiert.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Naturstrom

    EEG-Reform: Neue Regeln für Windenergie geplant

    Für die Windenergie wird es mit der Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes im kommenden Jahr Änderungen bei der Förderung geben. Ähnlich wie es bereits für den Sonnenstrom gilt, soll die Höhe der Förderung über Ausschreibungen festgelegt werden.

  • Erde

    Revolutionierende Erfindungen: Nachhaltig und energiesparend

    Die industrielle Revolution hat neben Ihren zahlreichen technischen Fortschriften auch Probleme wie etwa Umweltverschmutzung mit sich gebracht. Doch zahlreiche Erfindungen der letzten Jahre zeigen, dass Neuheiten nicht mehr umweltbelastend sein müssen.

  • Energieversorung

    Gegenwind für Windkraft: Förderung "Mumpitz"?

    Die Förderung von Windenergie stand auch am Wochenende in der Kritik: Während sich die neue nordrhein-westfälische Landesregierung auf Bundesebene für ein Ende stark machen will, warnte der Bundesverband Windenergie vor Schnellschüssen. Aber auch das RWI sprach von günstigeren Optionen.

  • Strom sparen

    enviaM will Strompreis stabil halten

    Die envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) hat ihr Ergebnis im Geschäftsjahr 2004 verbessert. Der Jahresüberschuss beträgt mit 99,2 Millionen Euro etwa 5,7 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Der Umsatz stieg von 2,03 auf 2,2 Milliarden Euro. Beim Stromabsatz erhöhte sich der Anteil aus erneuerbaren Energien auf 15,4 Prozent .

  • Hochspannungsleitung

    Großes Potenzial: dena stellt umstrittene Windenergiestudie vor

    Die dena hat heute ihre umstrittene Studie "Energiewirtschaftliche Planung für die Netzintegration von Windenergie in Deutschland an Land und Offshore" vorgestellt und damit eine machbare Weiterentwicklung des Gesamtsystems präsentiert. Fazit: Ein 20-prozentiger Anteil erneuerbarer Energien bis 2015 ist machbar.

Top