Hindernisse abbauen

Griechenland will mehr Solarstrom nutzen

Innerhalb der nächsten sechs Monate will die griechische Regierung die bürokratischen Hemmnisse für Solarstrom reduzieren und die Einspeisevergütung verbessern. Das bringt den BSi zu der Annahme, dass der griechische Photovoltaikmarkt sehr schnell wachsen wird. Die Bedingungen wurden jüngst unter die Lupe genommen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Athen (red) - Neben zwölf deutschen Unternehmern nahmen 34 Unternehmer und Solarexperten aus Griechenland an der Unternehmerreise teil, die vom Bundesverband Solarindustrie e.V. (BSi) in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Griechischen Außenhandelskammer (AHK) organisiert wurde. Auf dem Programm standen Informationen über den griechischen Solarmarkt.

Etwa 900 Kilowatt-Peak Photovoltaikanlagen würden derzeit pro Jahr in Griechenland installiert, vor allem im Bereich autonomer Systeme für den Kommunikationsbereich, erfuhren die Teilnehmer. Ende 2004 wird eine Photovoltaikleistung von gesamt 4,5 Megawatt-Peak installiert sein, davon etwa zwei Drittel in autonomen Systemen.

Beim Besuch des griechischen Entwicklungsministeriums hatte die deutsch-griechische Unternehmergruppe die Chance, dem zuständigen Vizeminister Salagoudis ihre Probleme zu schildern. Diese liegen laut Aussagen der Unternehmer am sehr bürokratischen Verfahren für den Anschluss von netzgekoppelten Anlagen und der geringen Einspeisevergütung zwischen 6,4 und 8,2 Cent pro Kilowattstunde. Der Vizeminister will darum innerhalb der nächsten sechs Monate die bürokratischen Hürden reduzieren und die Vergütung verbessern.

Des Weiteren wurden Erfahrungen bei der Durchführung von Projekten in Griechenland vorgestellt und diskutiert. Die Reisegruppe nahm an der offiziellen Einweihung der Fünf-Kilowatt-Peak-Photovoltaikanlage auf der Metrostation des neuen Flughafens in Athen teil.

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