Greenpeace: "X-Aktion" am Castor-Kran in Dannenberg

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Greenpeace-Aktivisten sind in den frühen Morgenstunden auf das Gebäude des Castor-Verladekrans im niedersächsischen Dannenberg gelangt und haben damit begonnen, mit gelber Farbe ein großes "X" auf die Außenwand zu malen. Neben dem gemalten Symbol für den Protest gegen Atomtransporte entrollten die etwa sechzig Aktivisten mehrere große Transparente mit der Aufschrift: "Stop Castor". Greenpeace richtet sich mit der Aktion gegen die bevorstehenden Atomtransporte zwischen Frankreich und Deutschland und ruft zu bundesweiten, gewaltfreien Protesten auf.


Ende März sollen sechs Castorbehälter mit etwa 85 Tonnen radioaktiven Abfällen aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) La Hague in das Zwischenlager Gorleben transportiert werden. Da das Zwischenlager keinen eigenen Gleisanschluss hat, müssen die etwa 110 Tonnen schweren Castorbehälter in Dannenberg mit dem Verladekran vom Zug auf Schwerlastwagen umgeladen werden. "Der Dannenberger Verladekran hat eine hohe Symbolwirkung," sagt Veit Bürger, Energieexperte bei Greenpeace. "Der Gorleben-Transport ist der Schlüsselmoment, mit dem sich eine ganze Flut neuer Atomtransporte in Gang setzt. Ihm werden schon bald zahlreiche Atomtransporte mit hunderten Tonnen hochradioaktivem Müll in die Wiederaufarbeitungsanlage nach Frankreich folgen."

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