Greenpeace will Atomtransporte gerichtlich stoppen

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com
Greenpeace will die unmittelbar bevorstehenden Atomtransporte aus deutschen Atomkraftwerken in die französische Wiederaufarbeitungsanlage La Hague mit rechtlichen Mitteln stoppen. Beim zuständigen Bundesamt für Strahlenschutz legte die Umweltorganisation heute gemeinsam mit Anwohnern möglicher Transportstrecken Widerspruch ein gegen die Transportgenehmigung für acht mit Atommüll beladene Behälter.


Greenpeace startet diese Aktion hauptsächlich, weil die Atomtransporte in die Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) nach Meinung der Umweltschützer gegen das europäische Atomrecht verstoßen. Die sogenannte Euratomrichtlinie verlange eine "Rechtfertigung" für alles, was zu gesundheitlichen Folgen beim Menschen führen kann. Diese sei für Atomtransporte in die WAA nicht
gegeben. "Für Atom-Transporte gibt es keine Rechtfertigung," sagt Veit Bürger, Energieexperte bei Greenpeace. "Die Energieunternehmen, die mit Atomanlagen Geld verdienen, sind die einzigen, die in der Wiederaufarbeitung von Atommüll noch einen Vorteil sehen. Wenn das reicht, um schwere Schäden für die Menschen und die Umwelt zu rechtfertigen, wofür ist dieses Gesetz dann noch gut?"


Ende September hatte das Bundesamt für Strahlenschutz acht Transporte aus den Atomkraftwerken Philippsburg, Stade und Biblis nach La Hague genehmigt. Alle acht sollen in den nächsten Wochen rollen, da die Transportgenehmigungen bis Ende des Jahres befristet sind.

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