Greenpeace: Weltweiter Windenergieplan veröffentlicht

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com
In einer Studie mit dem Namen "Windstärke Zehn" hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace eine umfangreichere Förderung der Windenergie gefordert. Darin heißt es: "Würden alle windreichen Länder die Windenergie genauso fördern wie Deutschland oder Dänemark, könnten im Jahr 2020 zehn Prozent des Weltstrombedarfs mit Windenergie gedeckt werden. Dadurch würden 1,7 Millionen Arbeitsplätze entstehen und mehr als 10 Milliarden Tonnen CO2-Emissionen eingespart. Den Berechnungen geht die konservative Annahme voraus, dass sich der weltweite Elektrizitätsbedarf in zwanzig Jahren verdoppelt."


Demnach könnten in den kommenden 20 Jahren 300 000 neue Windkraftanlagen allein in Europa entstehen. Ein Großteil davon wären sogenannte Off Shore Anlagen, also Windräder auf hoher See, vom Mittelmeer bis zum Atlantik. In Deutschland würde die Anzahl der bereits bestehenden Windräder verdreifacht. Die Stromerzeugungskosten wären die gleichen wie für neugebaute Kohle- oder Atomkraftwerke, der Preis für die Kilowattstunde wäre voll wettbewerbsfähig. Für Herstellung, Aufbau und Wartung der Windanlagen entstünden in Europa 250 000 neue Arbeitsplätze.


Greenpeace fordert klare Rahmenbedingungen für den Wettbewerb auf dem freien Strommarkt. Dazu gehört eine gesetzliche Regelung, die den Erzeugern von umweltfreundlichem Strom einen fairen Zugang zum Stromnetz ermöglicht. Das Stromeinspeisungsgesetz muss in einem neuen Energiewirtschaftsgesetz verankert werden. Stromnetzbetreiber sollen darin verpflichtet werden, für erneuerbare Energien eine Mindestvergütung zu zahlen.

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