Stop Castor!

Greenpeace warnt mit Großbilddia am Castor-Verladekran

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hält die deutschen Stromkonzerne für ignorant, weil sie für kommende Woche einen Transport von Atommüll ins niedersächsische Gorleben planen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat heute früh auf die stark bewachte Halle des Castor-Verladekrans im wendländischen Dannenberg ein Großbilddia projiziert. Zusammen mit den Firmenlogos der vier großen Stromkonzerne E.ON, RWE, EnBW und HEW stand in großen leuchtenden Buchstaben: "Wir ignorieren die Sicherheit. Wir gefährden Menschen. Wir lassen die Polizei die Drecksarbeit machen – Stop Castor!" Greenpeace will mit der Aktion gegen den Castor-Transport aus der französischen Atomanlage La Hague ins niedersächsische Zwischenlager Gorleben demonstrieren, den die vier Stromkonzerne für nächste Woche planen.

"Es ist unerträglich, wie arrogant die Stromkonzerne Vorschriften missachten und Sicherheitsbedenken vom Tisch fegen", wird Veit Bürger, Greenpeace-Energieexperte deutlich. Die sechs Castorbehälter, die voraussichtlich Anfang nächster Woche nach Gorleben transportiert werden, enthalten Abfälle, die bei der Wiederaufarbeitung in der Atomfabrik in La Hague entstehen.

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