"saubere Energie"

Greenpeace-Mitbegründer Moore gegen Atomausstieg

Der Umweltschützer Patrick Moore rät Deutschland zur Abkehr vom Atomausstieg. "Deutschland wird sein CO2-Ziel nur erreichen, wenn es die Atomkraftwerke länger laufen lässt und weitere baut", sagte der Mitbegründer der Umweltorganisation Greenpeace dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

München (ddp/sm) - Moore bezeichnete den Atomstrom als "saubere Energie ohne Treibhausgase". Er kritisierte, Deutschland wolle einerseits die Meiler abschalten, die 25 Prozent des Stroms liefern, und andererseits die CO2-Emissionen drastisch senken. "Das geht nicht gleichzeitig", sagte Moore.

Der Umweltschützer hat sich inzwischen von Greenpeace abgewandt, stimmt aber in vielen Punkten noch mit den Zielen der Organisation überein. Die Umweltschützer hätten in den 70er und 80er Jahren den Fehler gemacht, Atomkraft mit Atomwaffen zu vermischen. "Nicht alles mit 'Atom' ist des Teufels", sagte Moore dem Magazin.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Ökostrom

    Japan nimmt einziges noch laufendes AKW vom Netz

    In Japan ist der einzige noch laufende Atomreaktor heruntergefahren worden. Die schrittweise Abschaltung des Reaktors Nummer vier im Kraftwerk Ohi im Westen des Landes habe am Sonntagnachmittag begonnen und werde Montagfrüh beendet sein, teilte die Betreiberfirma Kansai Electric Power (Kepco) mit.

  • Hochspannungsleitung

    Der Atomausstieg erhöht den Strompreis nur mäßig

    Der Großhandelspreis für Strom wird durch den Atomausstieg nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) nur mäßig steigen. Das DIW hat für Greenpeace die Folgen der Energiewende für die Strombörse berechnet und dabei vier verschiedene Szenarien erstellt.

  • Strom sparen

    Streit um Ausbau des Atomkraftwerks Temelin (Upd.)

    Das umstrittene tschechische Atomkraftwerk Temelin soll zusätzlich zu den beiden bestehenden Blöcken zwei weitere erhalten. Das teilte das bayerische Umweltministerium am Donnerstag in München mit. Die Ausbaupläne haben einen Streit zwischen Landesregierung und Opposition entfacht.

  • Stromtarife

    Greenpeace weist Spekulationen über Stromlücke zurück

    Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hält Spekulationen über eine so genannte Stromlücke in Deutschland für "Irreführung". Solche Behauptungen stützten sich auf ein Gutachten, das von der Energiewirtschaft finanziert worden sei, und seien klare Wahlkampfpropaganda.

  • Strom sparen

    Viele offene Fragen zum 40-Milliarden-Atomfonds der Union

    Die Union will mit der Atomkraft im kommenden Jahr Wahlkampf machen. Ein 40 Milliarden Euro schwerer Fonds zugunsten der Bürger soll den Wählern dann schmackhaft machen, dass die deutschen Atomkraftwerke im Gegenzug länger in Betrieb bleiben sollen.

Top