Bogen überspannt

Greenpeace: EU-Energiekommissarin de Palacio stützt Atomlobby

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat die Energiekommissarin Loyola de Palacio kritisiert. Sie hätte sich kürzlich gegen einen Atomausstieg ausgesprochen, weil es in den nächsten 20 bis 30 Jahren keine Alternative gäbe. Andernfalls seien die EU-Zusagen zur Reduzierung von Kohlendioxid in Gefahr.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

In einem Brief hat die Umweltorganisation Greenpeace die deutschen EU-Kommissare Michaele Schreyer und Günter Verheugen aufgefordert, sich von den jüngsten Äusserungen ihrer spanischen Kollegin Loyola de Palacio zu distanzieren. Die Energiekommissarin hatte sich bei einem informellen Treffen der EU-Energieminister in Pamplona gegen einen Ausstieg aus der Atomenergie ausgesprochen. Palacio zufolge gäbe es in den nächsten 20 bis 30 Jahren keine Alternative zur Atomenergie. Andernfalls seien die Zusagen der EU zum internationalen Kyoto-Abkommen über die Reduktion von Kohlendioxid-Emmissionen in Gefahr.

"De Palacio macht keinen Hehl aus der Tatsache, dass sie, wenn nötig, die Interessen der Atomlobby mit Feuereifer verteidigt. Die Ängste der Europäer vor einem atomaren Unfall und die ungelöste Frage, wie mit Atommüll umgegangen werden soll, spielen da keine Rolle", bewertet Greenpeace-Atomexpertin Susanne Ochse, die Äußerungen.

Das könnte Sie auch interessieren
Top