Nova Naturstroum

Greenpeace energy eG liefert Strom an Luxemburger Versorger

Ab Mai dieses Jahres bietet der Luxemburger Stromversorger Cegedel seinen Kunden den Ökostrom-Tarif "nova naturstroum" an. Den Strom für diesen Tarif bezieht das Unternehmen vom Hamburger Stromversorger Greenpeace energy eG. Einer aktuellen Umfrage zufolge, sind die Luxemburger bereit, zehn Euro mehr für sauberen Strom auszugeben.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Sauberer Strom steht bei Verbrauchern in Luxemburg hoch im Kurs. Dies belegt eine jetzt veröffentlichte Studie des Meinungsforschungsinstitutes Ilres. Die von Greepeace energy eG und Greenpeace Luxemburg in Auftrag gegebene Umfrage zeigt: 85 Prozent der befragten Privatpersonen sind am Bezug von Ökostrom interessiert. Und ein großer Teil (45 Prozent) der Befragten wünscht sich sogar einen reinen Ökostrom-Tarif. Auffallend ist, dass das Interesse eng an die Glaubwürdigkeit und Transparenz des Angebots gekoppelt ist. 87 Prozent der Verbraucher bezeichnen für ihre Wahl einen Nachweis der Stromherkunft als wichtig.

Die etwas höheren Kosten für Ökostrom stellen für viele Verbraucher erfahrungsgemäß zwar ein Hindernis für den Wechsel dar. Allerdings signalisierten in der Ilres-Umfrage über 50 Prozent der Befragten ihre Bereitschaft, für 100 Prozent sauberen Strom bis zu 10 Euro im Monat mehr zu bezahlen als bisher. "Die Umfrageergebnisse dokumentieren ein großes Potenzial für die sauberen Energien und eine neue Energiepolitik. Eine starke Nachfrage nach sauberem Strom ist die beste Voraussetzung für den Neubau von regenerativen Anlagen", stellt Robert Werner, Vorstand bei Greenpeace energy, fest.

Ab Mai dieses Jahres bietet der Luxemburger Stromversorger Cegedel seinen Kunden den Ökostrom-Tarif "nova naturstroum" an. Den Strom für diesen Tarif bezieht das Unternehmen vom Hamburger Stromversorger Greenpeace energy eG. Geliefert wird in Vollversorgung ein Mix aus den regenerativen Energien Wasser, Wind, Sonne und Biomasse sowie aus gasbefeuerten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.

Weiterführende Links
Das könnte Sie auch interessieren
  • Erde

    Studie: Mehr Geld für konventionelle Energien als für Ökostrom

    Einer Kurzanalyse zufolge werden konventionelle Energien im kommenden Jahr deutlich stärker gefördert als erneuerbare Energieträger. Demnach läge eine Umlage für Atom- und Kohlestrom deutlich über der EEG-Umlage.

  • Stromrechnung

    Talfahrt bei RWE und Eon: Gibt es noch Lichtblicke?

    Die beiden Stromriesen RWE und Eon stecken in der Klemme. Beim Umstieg auf erneuerbare Energien hinken beide Firmen hinterher. Werden das bald die Stromkunden mit steigenden Preisen ausbaden müssen?

  • Energieversorung

    VDEW auf Hannover Messe: Deutsche Stromversorgung besonders sicher

    34 Millionen Euro hat die Strombranche zwischen 1991 und 2001 in die Stromqualität "Made in Germany" investiert. Bundesbürger müssten dadurch mit nur 15 Minuten Stromausfall im Jahr rechnen. Darauf verwies der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) heute auf der Hannover Messe. Zugleich forderte er ein energiepolitisches Gesamtkonzept.

  • Strompreise

    Stromerzeugung in Deutschland 2002: 18 Prozent mehr Ökostrom

    45 Milliarden Kilowattstunden Strom aus regenerativen Energien wurden im vergangenen Jahr erzeugt. Das waren etwa 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei lieferte die Wasserkraft 2002 wieder gut die Hälfte der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien: Fast 24 Milliarden Kilowattstunden. Die Windenergie machte gut ein Drittel des gesamten Ökostroms aus.

  • Strompreise

    Wirtschaftsausschuss würdigt dänische Erfolge bei Nutzung erneuerbarer Energien

    Die Erfolge Dänemarks bei der Energieeinsparung und der Einführung erneuerbarer Energien hat der Ausschuss für Wirtschaft und Arbeit jetzt im Bundestag gewürdigt. In einer gemeinsamen Sitzung mit neun Abgeordneten des dänischen Folketings standen Fragen von Windkraft und Biogas, aber auch der Haltung zur Atomkraft im Mittelpunkt der Aussprache.

Top