Braunkohle-Ausstieg gefordert

Greenpeace demonstrierte vor Braunkohlekraftwerk Jänschwalde

Mit einem brennenden CO2-Zeichen haben Greenpeace-Aktivisten am Mittwoch vor dem Braunkohlekraftwerk Jänschwalde demonstriert. Zuvor hatte die Umweltschutzorganisation einen Gesetzesvorschlag vorgestellt, wie man einen Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2040 realisieren könnte.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Jänschwalde (ddp-lbg/sm) - Mit der Demonstration habe man den Unmut gegen die "verfehlte Energiepolitik des Energiekonzerns Vattenfall und der brandenburgischen Landesregierung" zum Ausdruck bringen wollen, hieß es. Vor Beginn der UN-Klimakonferenz in der kommenden Woche im polnischen Poznan forderten die Aktivisten mit Plakaten außerdem dazu auf, neue Wege in der Energieerzeugung zu gehen und den Abbau von Braunkohle sowie deren Verstromung bis 2040 einzustellen.

Erst am vergangenen Freitag hatte Greenpeace nach eigenen Angaben einen Vorschlag für ein entsprechendes Gesetz zum Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohleverstromung vorgelegt. Dieses Kohleausstiegsgesetz sehe vor, die Strommengen aus Kohlekraftwerken zu begrenzen und allmählich zu verringern. Daraus ergebe sich ein Zeitplan, nach dem die Kohlekraftwerke bis zum Jahr 2040 vom Netz gehen könnten.

An die Brandenburger Bürger appellierten die Aktivisten außerdem, sich am Volksbegehren "Keine neuen Tagebaue" zu beteiligen. Bis zum 9. Februar müssen 80.000 gültige Unterschriften vorliegen.

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