Protest

Greenpeace blockierte Zwischenlager Gorleben

Die Umweltorganisation Greenpeace hat am Mittwoch das Tor des Zwischenlagers Gorleben blockiert - mit einem Stahl -und Beton-Monument, welches die Vorstandsvorsitzenden von E.ON, RWE, Vattenfall Europe und EnBW als "Betonköpfe" darstellen sollte. Hintergrund: In etwa eineinhalb Wochen startet voraussichtlich der nächste Castor.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Gorleben (ots) - Anderthalb Wochen vor dem nächsten erwarteten Castor-Transport aus La Hague hat die Umweltorganisation Greenpeace das Tor des Zwischenlagers blockiert. Mit einem fünf mal drei Meter großen "Mahnmal" protestierten 20 Greenpeace-Aktivisten am Mittwoch gegen das geplante Atommüll-Endlager im Salzstock Gorleben im Kreis Lüchow-Dannenberg.

Das Monument aus Stahl und Beton wurde vor der Zufahrt zum Zwischenlager aufgestellt und sollte die aus Beton gearbeiteten Köpfe der Vorstandsvorsitzenden von E.ON, RWE, Vattenfall Europe und EnBW darstellen. Mit dem Schriftzug "Den Betonköpfen, die Gorleben zur Atommüllkippe machen!" wollte Greenpeace darauf aufmerksam machen, dass das Endlager nicht sicher sei. "E.ON, RWE, Vattenfall Europe und EnBW interessiert nur ein möglichst billiges Endlager und kein möglichst sicheres. Sie haben bis jetzt die notwendige Suche nach einem alternativen Standort verhindert", sagte Thomas Breuer, Atomexperte von Greenpeace.

Nach etwa vier Stunden holte die Polizei die in dem Block verborgenen Aktivisten heraus, um das Hindernis zu entfernen. Die Räumung verlief ohne Zwischenfälle.

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