Atomproteste

Greenpeace besetzt Brücke bei Grafenrheinfeld

In diesen Tagen verfrachten die Betreiber dreier deutscher Atomkraftwerke abgebrannte Brennstäbe zur Wiederaufarbeitung ins französische La Hague. Obwohl die Öffentlichkeit an diesen Castor-Transporten nicht so intensiv beteiligt ist, setzen die Umweltschützer von Greenpeace ihren Protest fort.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace setzt die Proteste gegen die Wiederaufnahme von Atomtransporten von Deutschland nach Frankreich fort. In Grafenrheinfeld sind in den frühen Morgenstunden etwa fünfzehn Umweltschützer auf eine Fußgängerbrücke in Sennfeld bei Schweinfurt gelangt, unter der der Atomtransport aus dem Kraftwerk Grafenrheinfeld (Unterfranken) durchfahren soll. Einige der Aktivsten haben sich über den Gleisen abgeseilt und Transparente entrollt mit der Aufschrift: "Stop Castor" und "Nationale Verantwortung heißt kein Atommüll nach Frankreich".


Greenpeace protestiert mit der Aktion dagegen, dass die Betreiber der deutschen Atomkraftwerke wieder Atommüll in die französische Wiederaufarbeitungsanlage nach La Hague bringen lassen. "Es kann nicht sein, dass Deutschland sein Atommüll-Problem einfach nach Frankreich verlagert," erklärt Veit Bürger, Energieexperte von Greenpeace.

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