Greenpeace befürwortet geplante Änderung des Einspeisungsgesetzes

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Das von der Bundesregierung geplante Gesetz zur Förderung von Ökostrom in Deutschland ist aus Sicht von Greenpeace ein großer Schritt für den Einstieg in eine umweltfreundliche Energieversorgung. Das heute im Bundestag debattierte neue Stromeinspeisegesetz würde nach Greenpeace einen kräftigen Schub für Klimaschutz und Arbeitsmarkt bedeuten. "Damit wird ein Stückchen mehr Gerechtigkeit auf dem Strommarkt geschaffen", sagte Sven Teske, Energieexperte bei Greenpeace. Das neue Gesetz wäre weltweit das
fortschrittlichste zur Förderung umweltfreundlicher Energien."


Mit der geplanten Vergütung von Solarstrom mit 99 Pfennig je Kilowattstunde wäre der Grundstein für den Aufbau eines Massenmarktes geschaffen. Allerdings dürfe die Förderung nicht wie bislang vorgesehen auf 175.000 Dächer beschränkt werden. Eine kürzlich von Greenpeace veröffentlichte Studie belege, dass Strom aus der Sonne erst bei einer Jahresproduktion von 250.000 Solardächern wettbewerbsfähig sei. Sven Teske: "Die Förderung von Solarstrom darf nicht kurz vor der Wettbewerbsfähigkeit wieder ausgebremst werden."


Nachbesserungsbedarf bestehe auch bei der Frage, ob die Netzbetreiber den vergüteten, umweltfreundlichen Strom weiterverkaufen dürfen. Nach Auffassung von Greenpeace bestehe dabei die Gefahr, dass die Netzbetreiber dann ein Verkaufsmonopol für umweltfreundlichen Strom bilden könnten.


ots

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