Gegen Kohleverstromung

Greenpeace beendet Protest gegen Polens Energiepolitik

Greenpeace-Aktivisten haben sich am Donnerstag nach 50 Stunden vom Schornstein eines Kohlekraftwerks in Polen abgeseilt. Sie beendeten damit eine Protestaktion gegen die Energiepolitik der polnischen Regierung.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Warschau (AFP/sm) - Die fünf Umweltschützer hätten den 150 Meter hohen Schlot des Kraftwerks im zentralpolnischen Konin nach zwei Tagen und zwei Nächten wieder verlassen, teilte Greenpeace mit. Während ihres Protestes hatten die Aktivisten auf halber Höhe des Schornsteins Transparente angebracht, auf denen sie ein Ende der Energieerzeugung mit Braunkohle forderten.

Konin liegt nur 80 Kilometer von Posen (Poznan) entfernt, wo seit Montag über ein neues Abkommen der Vereinten Nationen zum Klimaschutz verhandelt wird. Ursprünglich hatte Greenpeace angekündigt, die Umweltschützer wollten den Schornstein erst verlassen, wenn Polen dem Klimapaket der EU zustimmt.

Polen gewinnt 94 Prozent seiner Energie aus Kohle. Die polnische Regierung weigert sich bislang, dem Klimapaket der EU zuzustimmen, weil sie schädliche Auswirkungen für die polnische Wirtschaft befürchtet. Das Paket soll am 11. Dezember auf einem EU-Gipfel in Brüssel verabschiedet werden. Es sieht unter anderem vor, dass die CO2-Emissionen in Europa bis 2020 um 20 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 reduziert werden sollen.

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