Endlagersuche

Gorleben-Untersuchungsausschuss ist beschlossen

Die Ungereimtheiten in der Atomendlagersuche von Gorleben sollen parlamentarisch aufgeklärt werden. Mit den Stimmen der Opposition aus SPD, Linken und Grünen beschloss der Bundestag am Freitag in Berlin die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/red) - Das 15-köpfige Gremium soll den Vorwürfen nachgehen, ob in den 1980er Jahren Akten zur Erkundung des Salzstockes im niedersächsischen Gorleben geschönt worden sind, um diesen Standort politisch durchzusetzen. Ende 2011 soll der Ausschuss Ergebnisse vorlegen.

Seit 1979 wurde der Salzstock Gorleben auf seine Eignung als atomares Endlager untersucht, dieser Prozess wurde im Jahr 2000 unter der rot-grünen Bundesregierung unterbrochen. Geologen zweifeln die Tauglichkeit Gorlebens als Endlager an, weil ein Deckgebirge fehlt und der Salzstock Kontakt zum Grundwasser hat. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will die Erkundung wieder aufnehmen.

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