Regio-Konzepte

Gönner wirbt für den Ausbau erneuerbarer Energien

Die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner wirbt für den Ausbau erneuerbarer Energien. Mit regionalen Konzepten könnten wichtige Impulse gegeben werden. Bis 2020 soll der Anteil Erneuerbarer im Ländle von 13 Prozent auf über 20 Prozent steigen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (red) – Umweltministerin Tanja Gönner warb am 4. August bei einer öffentlichen Veranstaltung in Ellwangen für den Ausbau erneuerbarer Energien. Fast jede Region biete spezifische Ressourcen, und diese Möglichkeiten sollten so genutzt werden, wie sie vorhanden sind. Dazu brauche es allerdings regionale Konzepte.

So habe der Ostalbkreis bereits die vorhandenen Potenziale aufgeschlüsselt nach den einzelnen Energieträgern erhoben - beispielhaft, wie Gönner findet. Gönner zeigte sich überzeugt, dass darauf aufbauend konkrete Zielmarken für den Ausbau der einzelnen Ökoenergien konkretisiert werden könnten.

Städte und Gemeinden seien beim Klimaschutz und dem Ausbau der erneuerbaren Energien als Vorbilder gefragt. Neben verbesserter Wärmedämmung würden vermehrt erneuerbare Energien beispielsweise über Erdwärmesonden, Biomasse oder Solaranlagen genutzt. Seien keine eigenen Investitionen möglich, könnten geeignete Dachflächen für Photovoltaik-Anlagen zur Verfügung gestellt werden.

Auch bei der Ausweisung von Baugebieten müssten vorausschauend günstige Rahmenbedingungen zur Nutzung von Ökoenergien geschaffen werden. So könnte bereits in der Planungsphase eine Südausrichtung von Dachflächen verbindlich vorgeschrieben und damit die Nutzung von Sonnenenergie begünstigt werden.

Neben sicherer und von Importen unabhängiger Energieversorgung und Klimaschutz spielten beim Ausbau erneuerbarer Energien auch Aspekte der regionalen Wertschöpfung eine Rolle. Würden Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien mit heimischen Produzenten installiert, würden Energiekosten nicht mehr aus der Region abfließen und so die Kaufkraft vor Ort gestärkt werden. Über moderne Umwelttechnologien werde eine wachsende Zahl von Arbeitsplätzen geschaffen, zeigte sich die Ministerin sicher.

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