Pro Gorleben

Gönner gegen Endlager-Erkundungen im eigenen Land

In der Diskussion um die Suche nach einem Atommüll-Endlager hat sich Baden-Württembergs Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) indirekt gegen Erkundungen im Land ausgesprochen. Darüber hinaus fordert sie weitere Erkundungen im niedersächsischen Gorleben.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Stuttgart (ddp-bwb/sm) - Bereits heute gebe es breite Untersuchungen des Bundesamtes für Geologie und Rohstoffe über Bodenmaterialien. Hieraus könne man ablesen, welcher Boden geeignet oder ungeeignet sei, um als Atom-Endlager zu dienen. Das Gestein im Bereich Oberschwaben-Ulm sei auch von Grundwasser führenden Schichten durchzogen. "Damit, glaube ich, leuchtet jedem normal denkenden Menschen ein, dass dort keinerlei Geeignetheit vorhanden ist", sagte Gönner.

Die Erkundungen, ob der Müll im niedersächsischen Gorleben endgelagert werden könne, müssten weitergehen, forderte die Ministerin. Nach Beantwortung aller offenen Fragen müsse der Bundesumweltminister diese schwierige Entscheidung fällen. "Es wird nie den bestgeeigneten Standort geben. Es gibt einen geeigneten oder einen ungeeigneten Standort", betonte Gönner.

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