Atommüll

Gönner fordert schnelle Lösung für Endlagerung

Ein funktionsfähiges Endlager für radioaktiven Atommüll forderte gestern die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner. Gleichzeitig warf sie Umweltminister Trittin Verantwortungslosigkeit vor und sprach sich dafür aus, das Moratorium für den Salzstock Gorleben aufzuheben.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (ddp/sm) - Die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) wirft Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) Verantwortungslosigkeit in der Frage der Endlagerung von Atommüll vor. Trittin habe "über Jahre hinweg den Kopf in den Sand gesteckt und den Fortgang der Verfahren sogar blockiert", kritisierte Gönner am Donnerstag in Stuttgart. Sie forderte, das Moratorium für den Salzstock Gorleben aufzuheben. Im Falle eines Regierungswechsels im Herbst könnten so die notwendigen Schritte "zügig" eingeleitet werden.

Gönner verwies auf das ab Freitag geltende Transportverbot für bestrahlte Kernbrennstoffe aus deutschen Atomkraftwerken in Wiederaufbereitungsanlagen. Diese Regelung sei wenig hilfreich, da sie zu einer dauerhaften Zwischenlagerung an den Kraftwerkstandorten führe. "Wir brauchen dringend ein funktionsfähiges Endlager für radioaktiven Abfall", forderte Gönner. Trittin habe sich mit seinem "beispiellosen Alleingang" für eine so genannte Ein-Lager-Lösung "in eine Sackgasse manövriert".

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