Unverständnis

Glos will mit Gasversorgern über Preise sprechen

Bundeswirtschaftsminister Glos will kurzfristig Gespräche mit den Gasversorgern über die aktuellen und angekündigten Gaspreiserhöhungen führen. Er verfolge die Preisentwicklung bei Erdgas "mit großer Sorge", so der Minister.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Er werde daher mit den Gasversorgungsunternehmen kurzfristig Gespräche aufnehmen, um zu erörtern, "wie solche extremen Preisausschläge vermieden oder zumindest deutlich gedämpft werden können".

Die steigenden Gaspreise entzögen den privaten Haushalten in einer schwierigen wirtschaftlichen Phase Kaufkraft und stellten eine zunehmende Kostenbelastung für die Wirtschaft dar, sagte Glos. "Vor allem in der jetzigen, durch die globale Finanzmarktkrise geprägten Situation wirken sie in die falsche Richtung", kritisierte der Minister.

Das Ausmaß der Preiserhöhungen sei auch deshalb schwer verständlich, weil die Ölpreise zuletzt deutlich gefallen seien und die Gaspreise in der Regel mit einer Zeitverzögerung dem Ölpreis folgten, sagte Glos. Daher blieben die Kartellbehörden aufgefordert, missbräuchlich überhöhte Gaspreise zu untersagen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Heizkörper

    Analyse: Deutlich niedrigere Heizkosten für Öl-Heizer

    Die Heizkosten dürften für Nutzer einer Ölheizung für die vergangenen Heizperiode besonders niedrig ausfallen. Hintergrund sind die anhaltend niedrigen Ölpreise. Aber auch für Gas-Heizer gibt es positive Nachrichten.

  • Strom- und Gaspreise

    Niedrige Energiekosten entlasten Verbraucher

    Der Ölpreis ist erneut gesunken und das macht sich besonders beim Heizöl und auch an den Tankstellen bemerkbar. Aber auch Gas ist günstiger geworden und zum ersten Mal in diesem Jahrtausend ist auch der Strompreis nicht weiter gestiegen.

  • Strom sparen

    Gazprom rechnet mit fallenden Erdgaspreisen für deutsche Kunden

    Gazprom kalkuliert für das kommende Jahr mit fallenden Preisen für deutsche Verbraucher. "Heute sinkt der Ölpreis wieder, und aufgrund der Anbindung des Gaspreises an einen Auswahlkorb von Ölprodukten müssen wir in einigen Monaten mit einem gewissen Fall der Erdgaspreise rechnen", sagte Gazprom-Chef Alexei Miller der "Welt".

  • Energieversorung

    Glos fordert günstigere Energiepreise

    Angesichts des deutlich gesunkenen Ölpreises fordert Bundeswirtschaftsminister Glos von den Versorgern günstigere Preise. "Ich kann nicht verstehen, dass sich unsere Energiekonzerne so bockbeinig anstellen, wenn es darum geht, den Verbraucher möglichst rasch mehr Geld in die Tasche zu geben", sagte Glos im ARD-"Morgenmagazin".

  • Energieversorung

    Glos erwartet von Gaspreissenkung bis zum Jahresende

    Bundeswirtschaftsminister Glos rechnet damit, dass die Gaspreise bis zum Jahresende wieder gesenkt werden. Vor dem Hintergrund der Ölpreisbindung und den inzwischen wieder kräftig zurückgegangen Ölpreisen, sei "nach dieser Logik auch die nächste Gaspreissenkung bereits absehbar", erklärte Glos.

Top