Produktionsfaktor

Glos setzt auf Regulierung zur Senkung der Strom- und Gaspreise

Auch der neue Wirtschaftsminister Michael Glos ist von der Funktionalität der Regulierungsbehörde als Preissenkungsmechanismus überzeugt. Bei seiner ersten Rede als Wirtschaftsminister heute im Bundestag sagte er, die Energiepolitik müsse sich dem Wachstumsziel der Regierung anpassen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Der neue Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) setzt darauf, dass die beschlossene Regulierung für den Strom- und Gasmarkt sinkende Preise zur Folge haben wird. "Wir setzen natürlich große Hoffnung in die neu beschlossene Regulierung am Strom- und Gasmarkt, um Druck auch auf die Netzentgelte und damit die Preise zu ermöglichen", sagte Glos am Donnerstag in seiner ersten Rede als Bundeswirtschaftsminister vor dem Bundestag in Berlin.

Die jüngste Entwicklung auf den Energiemärkten habe drastisch vor Augen geführt, wie eng die Verbindung zwischen Energie und Wachstum sei. Hohe Energiepreise reduzierten die realen Einkommen, schränkten die Möglichkeiten für andere Ausgaben ein und seien vor allem ein Produktionskostenfaktor für die Wirtschaft. Die Energiepolitik müsse sich dem von der Regierung angestrebten Wachstumsziel anpassen.

Der Wirtschaftsminister verwies auch auf das Vorhaben, mit "Leuchtturmprojekten" wie der Brennstoffzelle oder Null-Emissions-Kraftwerken den Forschungsstandort Deutschland zu stärken. Es müsse Schluss damit sein, junge Forscher "ins Ausland zu vertreiben", betonte Glos. Er wolle sich daher auch verstärkt um die Bereich Luft- und Raumfahrt kümmern.

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