Gegenteil erreichen

Glos kritisiert hohe Energiepreise

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hat die Energiepreise in Deutschland als "zu hoch" kritisiert. Sie dürften nicht noch weiter steigen, sagte Glos am Mittwoch in Berlin. Die Bundesregierung wolle "das Gegenteil erreichen". Er kündigte für Februar ein wettbewerbsfreundliches Gasnetzzugangsmodell an.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Wirtschaft und Verbraucher erwarteten von dem im Frühjahr geplanten Energiegipfel vor allem positive Signale zu den Themen Versorgungssicherheit und wettbewerbsfähige Energiepreise.

Auf dem von Angela Merkel angekündigten Gipfel müssten der Wettbewerb bei Strom und Gas, preisbeeinflussende Rahmensetzungen, die Energieeffizienz sowie Forschung und Technologie im Energiebereich diskutiert werden. "Letzte Gespräche dazu werden gerade geführt", sagte Glos. Er beabsichtige, im Februar ein wettbewerbsfreundliches, diskriminierungsfreies Gasnetzzugangsmodell vorzulegen.

Als zentrale Zielsetzungen bezeichnete Glos die Erhöhung der Energieeffizienz und eine Verstärkung der Energieforschung. Auf Grund der hohen Importabhängigkeit Deutschlands sei auch ein intensiver Dialog mit den zentralen Verbraucher- und Produzentenländern wichtig. "Erforderlich ist vor allem aber ein ausgewogener Energiemix, wobei der Mix aus allen Teilen bestehen muss", hob Glos hervor. In den vergangenen Wochen hatte der CSU-Politiker mehrfach eine Verlängerung der Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke angeregt und damit für Unmut in der SPD gesorgt.

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