Zwischenbilanz

GGEW AG weiter auf Erfolgskurs

Mit dem Fazit "Pläne übertroffen" hat die GGEW AG ihre vorläufigen Zahlen für das Jahr 2003 vorgestellt - der südhessische Energieversorger rechnet mit einem Jahresüberschuss von 5,5 Millionen Euro. Als preisgünstiger Stromanbieter, so Vorstand Dr. Peter Müller, erhalte man immer mehr Kundenanfragen aus ganz Deutschland.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Trotz harten Wettbewerbs und schwacher Konjunktur hat die Gruppen-Gas- und Elektrizitätswerk Bergstraße Aktiengesellschaft (GGEW AG) eigenen Angaben zufolge 2003 erneut ein "ausgezeichnetes Ergebnis" erwirtschaftet. Am Freitag vergangener Woche stellte die GGEW in Lampertheim die vorläufigen Zahlen für das zurückliegende Jahr vor. So rechnet das zu den bundesweit erfolgreichsten Energieversorgern zählende südhessische Unternehmen für 2003 mit einem Jahresüberschuss von rund 5,5 Millionen Euro. "Wir sind weiter auf Erfolgskurs, auch wenn wir nicht in jedem Jahr neue Rekordergebnisse vorlegen können", so GGEW-Vorstand Dr. Peter Müller, der für 2004 ein erneutes Wachstum vor allem im Energiegeschäft erwartet. Müller erklärt dies so: "Die Zahl der Stromanbieter, die im Wettbewerb um preisbewusste Energieverbraucher vergleichbar günstige Konditionen bieten können, ist weiter gesunken. Wir bekommen deshalb täglich Kundenanfragen aus der ganzen Bundesrepublik".

Stromabgabe steigt um mehr als 100 Millionen Kilowattstunden

"Wenn wir Sonderfaktoren herausrechnen und berücksichtigen, dass der Energiehandel zwischenzeitlich in ein Tochterunternehmen ausgelagert wurde, konnten Jahresüberschuss und Umsatz im vergangenen Jahr erneut gesteigert werden", freut sich Karl-Heinz Werstein, Prokurist und Kaufmännischer Bereichsleiter der GGEW AG. Hauptgrund: Die kontinuierliche Zunahme von Stromkunden. Wie aus den vorläufigen Zahlen für 2003 hervorgeht, ist die Stromabgabe um mehr als 100 Millionen Kilowattstunden gestiegen (von 452 Millionen Kilowattstunden auf 557 Millionen Kilowattstunden). Die Gasabgabe lag witterungsbedingt mit 778 Millionen Kilowattstunden knapp unter der Vorjahreszahl. Mit zwei Millionen Kubikmetern Wasser (Versorgung von Bensheim) blieb die Wasserabgabe etwa so hoch wie 2002.

Stromhandel ein Wachstumsfeld

Zu den Wachstumsfeldern des Unternehmens gehört der Stromhandel: Die "GGEW Trading Lampertheim GmbH", ein Handelsunternehmen der GGEW AG und der Stadtwerke Lampertheim GmbH & Co. KG (SWL) sorgt durch den Handel mit Energie für ein erfreuliches Umsatzwachstum. "Im zurückliegenden Geschäftsjahr haben wir in Lampertheim einen Umsatz von über 35 Millionen Euro erzielt" freut sich Edwin Buer, Geschäftsführer der GGEW Trading. Die Preisentwicklung auf dem Strommarkt des vergangenen Jahres, die sich aufgrund der geringen Liquidität als "Einbahnstraße nach oben" darstellte, lässt Buer jedoch vermuten, "dass die großen Erzeuger inzwischen ihre Marktmacht nutzen, um die Preise bewusst zu beeinflussen".

Die Aktionärs-Gemeinden profitieren von der Ertragskraft der GGEW AG, denn sie erhalten für das Jahr 2003 Konzessionsabgaben in Höhe von 2,3 Millionen Euro.

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