Standpunkt

Gewerkschaften warnen vor einseitigem Energiemix

Der IG-BCE-Vorsitzende Hubertus Schmoldt hat vor einer einseitigen Entwicklung des Energiemixes in Deutschland gewarnt: "Die drei Säulen der nachhaltigen Energiepolitik, nämlich Versorgungssicherheit, Preiswürdigkeit sowie umwelt- und ressourcenschonende Gewinnung, müssen Leitgedanken bei der Weiterentwicklung des Energiemixes sein."

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

"Die energie- und industriepolitisch sinnvolle Förderung von erneuerbaren Energien, die die IG BCE nachhaltig und grundsätzlich unterstützt, muss deshalb stärker auf den tatsächlichen ökologischen und ökonomischen Wert ausgerichtet sein", forderte der IG-BCE-Vorsitzende weiter. "Die regenerativen Energien werden an Bedeutung gewinnen. Doch darüber dürfen wir nicht übersehen, dass die Kohle noch lange Zeit die zentrale Rolle in der Welt-Energieversorgung spielen wird. Deshalb macht es Sinn, den deutschen Kraftwerkspark mit seiner weltweit führenden Technologie weiterzuentwickeln. Damit hat Deutschland hervorragende Voraussetzungen für die weitere Verbesserung von Clean-Coal-Technologien bis hin zum emissionsfreien Kraftwerk und kann auch zukünftig einen maßgeblichen Beitrag zur weltweiten Kohlendioxid-Reduzierung leisten. Das schafft Exportchancen und Arbeitsplätze. Außerdem kostet die marktgetriebene Modernisierung und Erweiterung des Kraftwerksparks Stromkunden und Steuerzahler keine Subventionen. Zugleich würde so eine Kohlendioxid-Minderung realisiert, die um ein Vielfaches größer ist, als Windenergie und Fotovoltaik bei realistischer Betrachtung erreichen können."

Schmoldt warnte vor unrealistischen Zielsetzungen in der aktuellen Debatte um den Energiemix der Zukunft: "Ideologische Streitereien über gute und weniger gute Energieformen helfen nicht weiter. Der Klimaschutz ist eine wichtige Aufgabe, aber wir dürfen darüber die Wirtschaftlichkeit der Energieversorgung nicht vernachlässigen. Denn damit sind Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und die Sicherheit der Arbeitsplätze eng verbunden", betonte Schmoldt.

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