Steinkohle-Bergbau

Gewerkschaften fordern "Kohlegipfel" für NRW

Der DGB hat NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers aufgefordert, einen "Kohlegipfel" einzuberufen. "Wenn die Landesregierung jetzt nicht aktiv wird, gehen bis zu 53.000 Arbeitsplätze infolge der Umsetzung der Kohlebeschlüsse unwiederbringlich verloren", sagte der DGB-Landesvorsitzende Guntram Schneider.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Rüttgers müsse deshalb ein Gipfeltreffen einberufen, bei dem strukturpolitische Eckpunkte für die betroffenen Regionen zwischen allen Beteiligten verabredet werden sollen.

Schneider sprach sich zudem für einen Fonds aus, aus dem innovative Projekte in den Bergbauregionen gefördert werden könnten. Das Land NRW solle hierfür Finanzmittel bereitstellen, die der Staat bei den Kohlesubventionen eingespart habe.

Im vergangenen Jahr hatten sich Politik, Gewerkschaft und Unternehmen auf einen Bergbau-Ausstieg im Jahr 2018 geeinigt. Dieser Beschluss kann jedoch 2012 vom Bundestag revidiert werden. CDU, FDP und Grüne im NRW-Landtag sind strikt gegen eine Fortsetzung des subventionierten Bergbaus an Rhein und Ruhr. SPD und Gewerkschaften fordern hingegen einen Sockelbergbau. Derzeit sind bundesweit noch rund 27.000 Menschen im Steinkohle-Bergbau beschäftigt.

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