Weichenstellung

Gewerkschaft: Voraussetzungen für sachgerechten Emissionshandel sind da

Die Gewerkschaft IG BCE hat den Energiegipfel im Bundeskanzleramt positiv bewertet. Der Gesprächsverlauf berechtige zu großen Hoffnungen, dass der Industriestandort Deutschland nicht gefährdet würde und die neuen Regelungen nicht zu Lasten von Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätzen gingen, sagte Gewerkschaftschef Schmoldt.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die IG BCE geht nach dem Spitzengespräch im Bundeskanzleramt am vergangenen Donnerstag davon aus, dass die Voraussetzungen für einen sachgerechten Emissionshandel geschaffen sind. Zu den Ergebnissen des Energiegipfels erklärt der IG-BCE-Vorsitzende Hubertus Schmoldt:

"Gesprächsverlauf und -ergebnisse berechtigen zu großen Hoffnungen. Der Bundesumweltminister hat eindeutig erklärt, dass er den Industriestandort Deutschland nicht gefährden will und keine Regelungen unterstützt, die zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit und damit der Arbeitsplätze gehen. Wie der Emissionshandel konkret und im Detail zu organisieren ist, muss jetzt geklärt werden. Wichtig ist: Die Weichenstellung ist da, die Richtung stimmt.

Selbstverständlich haben die erneuerbaren Energien auch künftig im Energiemix unseres Landes einen festen Platz. Über Kosten und Effizienz muss jedoch eine faire und offene Debatte geführt werden. Wer die Windenergie gegen die Kohle in Stellung bringen und gegeneinander ausspielen will, der dokumentiert damit nur seine Ahnungslosigkeit in grundlegenden industrie-, energie- und umweltpolitischen Fragen.

Die Kohle wird noch lange Zeit die zentrale Rolle in der Weltenergieversorgung einnehmen. Deshalb ist und bleibt es sinnvoll, dass der deutsche Kraftwerkspark technologisch weiter entwickelt und so die international führende Stellung ausgebaut wird. Der weltweite Einsatz dieser Spitzentechnologie erbrächte einen Beitrag zur Kohlendioxid-Reduzierung, den die Windkraft niemals erbringen könnte."

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