250 Millionen Euro

GEW RheinEnergie baut neues Heizkraftwerk in Köln-Niehl

Für mehr als 250 Millionen Euro wird die GEW RheinEnergie AG in Köln-Niehl ein neues Heizkraftwerk auf Basis der Gas- und Dampfturbinentechnik errichten. Generalunternehmer ist die Siemens AG, die sich bei einer europaweiten Ausschreibung durchgesetzt hat. Das Kraftwerk wird etwa eine Million Haushalte mit Strom versorgen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Die GEW RheinEnergie AG wird ab dem kommenden Jahr am Standort des Heizkraftwerkes Niehl eine komplett neue Anlage auf Basis der Gas- und Dampfturbinentechnik mit Erdgas als Einsatzenergie errichten. Diese soll die mittlerweile 26 Jahre alte bestehende Dampfturbinenanlage ablösen.

"Wir haben ein Investitionsvolumen von rund 250 Millionen Euro geplant", erklärte Wilfried Räpple, Vorstand der GEW RheinEnergie bei der Vorstellung des Projektes. "Ein Teil davon kommt auch Firmen in der Region, bzw. hier in NRW zu Gute." Bereits seit einigen Jahren beschäftigen sich die Energieexperten der GEW RheinEnergie mit Alternativen zur bestehenden Anlage in Niehl. Diese ging 1976 ans Netz und hat mittlerweile das Ende ihrer technischen und wirtschaftlichen Lebensdauer erreicht. Bereits im Jahr 2000 wurde das Vorhaben "Niehl II" europaweit ausgeschrieben. Es beteiligten sich insgesamt sechs Firmen aus dem In- und Ausland. Im Herbst 2002 vergab die GEW RheinEnergie AG den Auftrag an die Siemens AG als Generalunternehmer.

Das Anlagenkonzept für Niehl II sieht u.a. eine Gasturbine mit einer elektrischen Leistung von etwa 260 Megawatt , einen nachgeschalteten Abhitzekessel, der mit den Abgasen der Turbine beheizt wird und pro Stunde 270 Tonnen Dampf erzeugt und eine Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von etwa 145 vor. Insgesamt stellt die neue Anlage rund 400 Megawatt Strom und im Bedarfsfall bis zu 370 Megawatt Wärme bereit. Damit lassen sich fast 300 000 Haushalte mit Fernwärme und eine Million Haushalte mit Strom versorgen. Der Gesamtwirkungsgrad liegt bei über 86 Prozent.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Ökostrom

    Zu viel Sonne verteuert die Energiewende

    Die Stromversorgung ist in Polen wegen der Rekordhitze immer wieder gefährdet. Das sorgt dafür, dass hierzulande die Kosten für die Energiewende in die Höhe schnellen. Denn im Normalfall würde der durch Wind und Sonne erzeugte Überschuss an Strom an den östlichen Nachbarn abfließen. Dort sind aber die Leitungen verstopft.

  • Gasvergleich

    Das Gaskraftwerk in Mainz wird Teil der Kaltreserve

    Die Netzagentur hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass die acht alten Atommeiler endgültig abgeschaltet bleiben und auch keine atomare Kaltreserve kommt. Die Reserve sollen Gas- und Kohlekraftwerke bilden, unter anderem das Kraftwerk II der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG.

  • Stromtarife

    Gaswirtschaft tagt für drei Tage in Köln

    In Köln hat heute die "Gasfachliche Aussprachetagung" (GAT) begonnen. Auf Einladung der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfachs und dem Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft kommen mehr als 1500 Experten aus dem In- und Ausland zusammen. Gastgeber ist die GEW RheinEnergie AG.

  • Strom sparen

    Bewag-Heizkraftwerk Klingenberg wird 75

    Die zunehmende Elektrifizierung der Berliner Haushalte und der Bau der S-Bahn machten im Jahr 1927 den Neubau eines Kraftwerks nötig. Klingenbergs Planung des Kraftwerkes war dabei eine Pionierleistung des Ingenieurwesens. Mit Hilfe einer Zentralmahlanlage zur Kohlenstauberzeugung wurden 16 Kesselanlagen erstmals im großtechnischen Maßstab mit Kohlenstaub befeuert.

  • Stromtarife

    MVV baut Biomasse-Kraftwerk in Königs Wusterhausen

    Der Mannheimer Energieversorger MVV hat mit dem Bau eines Biomasse-Kraftwerks in Königs-Wusterhausen bei Berlin begonnen. Das Unternehmen plant außerdem vier weitere Kraftwerke.

Top