GEW Köln AG wird Mehrheitsgesellschafter bei der Belkaw GmbH

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Die GEW Köln AG wird Mehrheitsgesellschafter bei der Belkaw Bergische Licht-, Kraft- und Wasserwerke GmbH mit Sitz in Bergisch Gladbach. Sie übernimmt den bislang im Besitz der Stadt Bergisch Gladbach befindlichen Anteil in Höhe von 36,4 Prozent. Damit steigt der GEW-Anteil am Besitz der Belkaw auf 72,8 Prozent; die restlichen 27,2 Prozent gehören der RWE Energie AG, Essen.


Ein entsprechender Grundsatzbeschluss des zuständigen Aufsichtsrates bei der Stadt Bergisch Gladbach liegt vor, eine Absichtserklärung (Letter-of-intent) ist von Bürgermeisterin Marie-Theres Opladen sowie GEW-Vorstandssprecher Helmut Haumann unterzeichnet worden. Jetzt müssen noch die zuständigen Aufsichtsgremien zustimmen. Entsprechende Sondersitzungen sind bereits terminiert. "Damit sind wir einen bedeutenden Schritt weitergekommen auf unserem Weg hin zu einem Regionalversorgungsunternehmen", erklärte GEW-Vorstandssprecher Helmut Haumann. "Durch die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung bei der Belkaw können von der GEW große Synergie-Potenziale verwirklicht werden, die auch den Kunden zugute kommen. Dieses Beispiel wird Schule machen."


Durch die Übernahme der Mehrheitsanteile ist die GEW Köln AG im Bergischen Raum stark vertreten: Die Belkaw hält unter anderem 50 Prozent an der Rheinisch-Bergischen Versorgungsgesellschaft (RBV) sowie an anderen Unternehmen wie beispielsweise der Gasversorgung Lindlar (50 Prozent). An beiden Unternehmen ist GEW jetzt indirekt beteiligt. Die GEW hält außerdem 10 Prozent der Anteile am benachbarten Energieversorger Aggerstrom GmbH und 15,7 Prozent an der Gasgesellschaft Aggertal GmbH. Neben diesen Beteiligungen im bergischen Raum hält die GEW weitere Beteiligungen in der Kölner Region. Das sind zum Beispiel die GVG Rhein-Erft mbH in Hürth (32,3 Prozent) und die Stadtwerke Troisdorf GmbH, an denen GEW 24,5 Prozent hält.


Sitz und Name der Belkaw bleiben erhalten, ebenso bleiben die Arbeitsplätze grundsätzlich bestehen, betriebsbedingte Kündigungen in Zusammenhang mit der Mehrheitsübernahme würden nicht ausgesprochen. Auch die Kooperationen der Belkaw mit ortsansässigen mittelständischen Unternehmen sollen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten bestehen bleiben.

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