Positive Bilanz

GEW im Jahr 2000: Kundenzahl gestiegen und Produktabsatz ausgeweitet

Der Kölner Regionalversorger GEW hat im vergangenen Jahr 660 200 Kunden mit 7,7 Milliarden Kilowattstunden Strom versorgt.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
"Die GEW Köln AG hat das Jahr 2000 hervorragend abgeschlossen und sich im Wettbewerb gut behauptet." Dieses Fazit zog GEW-Vorstandsvorsitzender Helmut Haumann bei einem Pressegespräch, in dem er über wichtige Ergebnisse aus dem vergangenen Geschäftsjahr informierte.

Bei einer Durchschnittstemperatur von 11,2 Grad Celsius (1999: 11 Grad) entwickelten sich die Absätze der einzelnen Energien unterschiedlich. Der Bereich Strom zeigt ein zweigeteiltes Bild: Im unmittelbaren Versorgungsgebiet musste die GEW einen leichten Absatzrückgang von 0,6 Prozent verzeichnen, insgesamt aber ist der Stromabsatz um mehr als 30 Prozent angestiegen. Zum einen sei dies die unmittelbare Folge intensiver Handelstätigkeit, zum anderen aber auch der Versorgungsübernahme in Teilen des Kölner Südens zum 1.1.2000. Die GEW beliefert über ihren Energiehandel auch andere Stadtwerke und Unternehmen außerhalb des Versorgungsgebietes. Insgesamt verkaufte die GEW 7,7 Milliarden Kilowattstunden, gegenüber 6,3 Milliarden Kilowattstunden im Vorjahr. Aktuell beliefert die GEW im Bereich Strom 660 200 Kunden. Im Dezember 2000 waren es noch 657.000. Im Bereich Privat- und Gewerbekunden haben sich mittlerweile 55,3 Prozent für einen der fair- oder tradecolon-Verträge entschieden. Das Ökostromangebot der GEW, faircolon energreen, wird trotz Zertifizierung durch einen unabhängigen Gutachter von nur etwa 500 Kunden genutzt.

Sofern die zuständigen Aufsichtsgremien von GEW und SWK dies Ende der Woche so beschließen, wird GEW ein Ergebnis von etwa 220 Millionen DM an die SWK abführen und 30 Millionen DM in die Rücklage nehmen. Insgesamt erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 250 Millionen DM (1999: 214 Millionen DM).

Das könnte Sie auch interessieren
  • Energieversorung

    Sachsen: Erdgas wird billiger, Strom aber teurer

    Sächsische Energieversorger planen zum Jahreswechsel Preissenkungen beim Erdgas, aber Preiserhöhungen beim Strom. Mehrere Unternehmen wollen ihre Gaspreise zum Januar oder Februar senken, wie die "Sächsische Zeitung" berichtet.

  • Strompreise

    Stadtwerke Kassel: Unser Ökostrom ist wirklich sauber

    Die Stadtwerke Kassel, die ihre Kunden vollständig mit grünem Strom versorgen, betonen, dass ihr Ökostrom wirklich aus Wasserkraft gewonnen wird. Damit reagiert das Unternehmen auf einen "Spiegel"-Artikel, der Versorgern Etikettenschwindel mit umweltfreundlicher Energie vorwirft.

  • Stromtarife

    TEAG lieferte 8,5 Milliarden Kilowattstunden Strom

    Obwohl die Thüringer Energie AG ihren Stromabsatz um 5,2 Prozent steigern konnte, sind die Umsatzerlöse um fast sechs Prozent zurückgegangen.

  • Strom sparen

    Avacon zieht positive Jahresbilanz 2000

    Die Helmstedter Avacon AG blickte in der Bilanz-Pressekonferenz zum Jahr 2000 auf ein kräftiges Wachstum im ersten vollen Geschäftsjahr zurück. Der Jahresüberschuss stieg um knapp 24 Prozent.

  • Hochspannungsmasten

    Schwierigkeiten zwischen AVU und DSA noch nicht geklärt

    Während DSA-Chef Schack gegenüber dem strom magazin erklärt, alle Rechnungen seien bezahlt worden, ist bei der Gevelsberger AVU noch immer kein Geld eingegangen. Deshalb hält der Regionalversorger an der Kündigung des Netznutzungsvertrages zum 1. Juni fest.

Top