Preise

Gesunkene Gaspreise erreichen nicht alle Verbraucher

Die Gaspreise sind von einem großen Teil der Grundversorger im laufenden Jahr gesenkt worden und viele kündigten auch an, die Preise zum kommenden Jahr zu drosseln. Der Einkauf ist für die Anbieter günstiger geworden. Wer also über eine Preiserhöhung informiert wird, muss diese keineswegs hinnehmen.

Gaspreis© Kautz15 / Fotolia.com

Heidelberg (red) - Nur etwas mehr als die Hälfte der über 700 Gasgrundversorger hat seit Jahresbeginn die Gaspreise für private Verbraucher gesenkt oder Senkungen zum Jahreswechsel angekündigt. Das hat eine Auswertung des unabhängigen Verbraucherportals Verivox ergeben. Während die Großhandelspreise an den Spotmärkten auf Jahressicht um 17 Prozent gesunken sind, verbilligten sich die Preise für Haushaltskunden durchschnittlich um 2,7 Prozent.

Gaspreise sind im Durchschnitt gesunken

Im November 2014 musste ein Haushalt 1.301 Euro für 20.000 kWh Gas bezahlen. Im November 2015 kostet die gleiche Menge noch durchschnittlich 1.266 Euro, was einem Rückgang des Verivox-Verbraucherpreisindex um rund 2,7 Prozent entspricht. In der Grundversorgung sind die Preise im gleichen Zeitraum um lediglich 1,1 Prozent gefallen.

2015 hat etwas mehr als jeder dritte Grundversorger (267 von 710) Preissenkungen von durchschnittlich fünf Prozent vorgenommen oder angekündigt. 21 Versorger haben ihre Preise um durchschnittlich drei Prozent erhöht.

Einige Versorger erhöhen Preise im kommenden Jahr

Zum 1. Januar 2016 haben bisher weitere 149 Versorger Preissenkungen von durchschnittlich 4,5 Prozent angekündigt. Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh bedeutet dies eine Entlastung von durchschnittlich 63 Euro. Elf Anbieter wollen ihre Preise zum Jahreswechsel um durchschnittlich 4,6 Prozent erhöhen. Betroffene Haushalte müssen mit Mehrkosten von durchschnittlich 68 Euro rechnen.

Netzkosten steigen um rund 5,5 Prozent

Zum Teil lassen sich steigende Gaspreise auf die teurer werdenden Netzentgelte zurückführen. Die Netzkosten für Gas erhöhen sich zum Jahreswechsel bundesweit um durchschnittlich 5,5 Prozent. Zahlt ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh derzeit 302 Euro für die Nutzung der Gasnetze, werden künftig 319 Euro fällig – ein Anstieg um 17 Euro.

Sparpotential ist bei einem Wechsel gestiegen

Die Preisunterschiede im Markt sind groß. Eine Familie mit 20.000 kWh Jahresverbrauch kann durch einen Wechsel aus der Grundversorgung zum günstigsten Angebot mit empfehlenswerten Konditionen aktuell durchschnittlich 626 Euro sparen. Im November 2014 belief sich die Ersparnis im Schnitt noch auf 543 Euro. Gaskunden können an ihrem Wohnort aktuell durchschnittlich zwischen rund 100 Anbietern wählen.

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