1,2 Prozent

Gesundheitsreform lässt Verbraucherpreise steigen

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wird sich der Verbraucherpreisindex in Deutschland im Januar 2004 - nach vorliegenden Ergebnissen aus sechs Bundesländern - gegenüber Januar 2003 voraussichtlich um 1,2 Prozent erhöhen (Dezember 2003 gegenüber Dezember 2002: plus 1,1 Prozent). Die Mineralölpreise sind jedoch deutlich zurückgegangen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Wesentlichen Anteil an der Teuerung haben die Auswirkungen der Gesundheitsreform: In den Verbraucherpreisindex gehen bei den gesetzlich Krankenversicherten deren Zuzahlungen ein. Demgegenüber sind Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung als Sozialbeiträge nicht Bestandteil der Verbrauchsausgaben. Ohne Berücksichtigung der Ausgaben für die Gesundheitspflege hat sich der Verbraucherpreisindex im Januar 2004 voraussichtlich um 0,6 Prozent erhöht. Dies ist wesentlich auf einen deutlichen Rückgang der Mineralölpreise im Vorjahresvergleich zurückzuführen.

Zum Zeitpunkt der Berechnung der aktuellen Teuerungsrate waren noch nicht alle Details der Umsetzung der Gesundheitsreform abschließend geklärt. Deshalb ist nicht auszuschließen, dass das Januar-Ergebnis revidiert werden muss. Im Vergleich zum Dezember 2003 ergibt sich eine Veränderung des Verbraucherpreisindex von plus 0,1 Prozent.

Top