Strahlenbelastung ermitteln

Gesundheitsmonitoring Asse bis Ende 2010 abschließen

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) will bis Ende 2010 die mögliche Strahlenbelastung für die Beschäftigten des Atommülllagers Asse ermittelt haben. Die Ergebnisse des sogenannten Gesundheitsmonitorings würden dann in einem Abschlussbericht dokumentiert, teilte die Behörde am Dienstag im Internet mit.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Remlingen (ddp/red) - In dem Programm erfasst und bewertet das Bundesamt, wie viel Strahlung frühere und derzeitige Beschäftigte der Asse bei ihrer Arbeit auf der Schachtanlage ausgesetzt sind oder waren.

Das BfS will damit auch herausfinden, ob Krebserkrankungen ehemaliger Mitarbeiter mit ihrer Strahlenbelastung im Beruf zusammenhängen. Alle Beschäftigten, die seit 1967 mehr als vier Wochen unter Tage gearbeitet haben oder über Tage mit radioaktiven Abfällen umgegangen sind, werden in die Untersuchung einbezogen.

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