Mehr Sicherheit

Gesetzesentwurf zur Überwachung radioaktiver Strahlenquellen beschlossen

Durch ein neues Gesetz zur Überwachung hochradioaktiver Strahlenquellen leistet Deutschland nach Aussagen von Bundesumweltminister Jürgen Trittin einen wichtigen Beitrag für mehr Sicherheit. Schwerpunkt der vorgeschlagenen Regelungen sei ein neues zentrales Register beim Bundesamt für Strahlenschutz.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Das Bundeskabinett hat in dieser Woche den von Bundesumweltminister Jürgen Trittin vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Kontrolle hochradioaktiver Strahlenquellen beschlossen. "Mit dem Gesetz wird die Überwachung hochradioaktiver Strahlenquellen entscheidend verbessert. Damit leistet Deutschland einen wichtigen Beitrag für mehr Sicherheit", so der Bundesumweltminister.

Schwerpunkt der vorgeschlagenen gesetzlichen Regelungen ist ein neues zentrales Register beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Dieses Register verbessere die Kontrolle der hochradioaktiven Strahlenquellen entscheidend und bilde so eine wichtige Grundlage für ihre Überwachung von der Herstellung bis zur endgültigen Entsorgung.

Bei einer hochradioaktiven Strahlenquelle ist das radioaktive Material ständig in einer inaktiven Hülle, meist Edelstahl, dicht eingeschlossen. Bei der vorgesehenen Verwendung können daher keine radioaktiven Stoffe freigesetzt werden. In Deutschland sind nach Angaben des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) rund 10.000 solcher hochradioaktiven Strahlenquellen eingesetzt - etwa in der Forschung, in der Industrie und in Krankenhäusern zur Behandlung von Krebspatienten. Wird die Umhüllung einer solchen Strahlenquelle allerdings zerstört, kann dies erhebliche Strahlenbelastungen für die unmittelbar betroffenen Personen und eine Verstrahlung von Materialien und Böden nach sich ziehen, so das BMU.

Weitere neue Kontrollmassnahmen für hochradioaktive Strahlenquellen sind Pflichten zur Kennzeichnung, zur Rückgabe und Rücknahme und zur Genehmigung für die Ein- und Ausfuhr sowie erweiterte finanzielle Absicherungen.

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