Energieleitungsausbaugesetz

Gesetz für Ausbau der Stromnetze tritt heute in Kraft

Das Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) ritt heute in Kraft. Es soll den Bau von 24 Höchstspannungs-Leitungen beschleunigen, die für die Integration des Stroms aus Windenergie und neuen Kraftwerken sowie für den EU-weiten Stromhandel erforderlich sind, teilt das Wirtschaftsministerium mit.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - "Nur mit modernen und leistungsfähigen Stromnetzen erreichen wir unsere ehrgeizigen Klimaschutzziele. Vor allem müssen die Netze ausgebaut und erneuert werden, damit der Windenergie-Strom von der Küste in die Verbrauchszentren im Süden und Westen Deutschlands gelangt", so Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.

Vier Pilotprojekte für Erdkabel

Daneben ermögliche das Gesetz den Einsatz von Erdkabeln auf 380 kV-Ebene im Rahmen von vier Pilotprojekten und - unter bestimmten Voraussetzungen - Erdkabeln auf 110 kV-Ebene. Auch ebnet das Gesetz den Weg für den Einsatz neuer Technologien wie die Hochspannungsgleichstrom-Übertragung (HGÜ).

Anreize für Speichertechnologien

Ferner werden neue Anlagen zur Speicherung elektrischer Energie für die Zeitdauer von 10 Jahren von den Netzentgelten für den Strombezug befreit. Damit sollen Anreize für die Entwicklung neuer Speichertechnologien geschaffen werden, die bei der Nutzung der Windenergie eine wichtige Ausgleichsfunktion haben.

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